ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2016Samenspenderregister: BÄK kritisiert Gesetzentwurf als nicht ausgereift

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Samenspenderregister: BÄK kritisiert Gesetzentwurf als nicht ausgereift

Dtsch Arztebl 2016; 113(45): A-2008 / B-1684 / C-1668

Hillienhof, Arne

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Deutliche Kritik an dem von der Bundesregierung geplanten Samenspenderregistergesetz hat die Bundes­ärzte­kammer (BÄK) geübt. Sie begrüßt das Ansinnen des Gesetzes zwar grundsätzlich, es greife aber zu kurz und schaffe lediglich „isolierte und mit Problemen behaftete Teilregelungen“, heißt es in der Stellungnahme der BÄK. Notwendig sei eine systematische gesetzliche Regelung für den gesamten Bereich der Reproduktionsmedizin, beispielsweise mittels eines Fortpflanzungsmedizingesetzes. Zum Beispiel lasse der Entwurf im Augenblick offen, bei welchen Personenkreisen eine medizinisch unterstützte Befruchtung mit heterologem Samen angewendet werden könne.

In einem Kühldepot werden die Samenproben bei rund minus 170 Grad Celsius aufbewahrt. Foto: dpa
In einem Kühldepot werden die Samenproben bei rund minus 170 Grad Celsius aufbewahrt. Foto: dpa

Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium will mit dem Gesetz ein Register für Samenspender aufbauen, über das Kinder aus künstlicher Befruchtung die Identität ihres leiblichen Vaters erfahren können.

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Der Entwurf geht auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs von Anfang 2015 zurück. Dieser hatte entschieden, dass durch eine anonyme Samenspende gezeugte Kinder von der Reproduktionsklinik Auskunft über ihren biologischen Vater verlangen können. hil

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