ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2016Werner Schlake: Pathologe mit ganzheitlichem Anspruch

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Werner Schlake: Pathologe mit ganzheitlichem Anspruch

Dtsch Arztebl 2016; 113(46): A-2117 / B-1757 / C-1737

Osterloh, Falk

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Werner Schlake, Foto: Bundesverband Deutscher Pathologen

Etwas mehr als 18 Jahre stand Prof. Dr. med. Werner Schlake dem Bundesverband Deutscher Pathologen als Präsident vor. Seit er sein Amt 1998 angetreten hat, hat sich in seinem Fachgebiet einiges getan. „Früher haben Pathologen eher zurückgezogen und individualisiert gearbeitet“, sagt er. „Heute sind Kooperation und Kommunikation sowie die Integration der Molekularpathologie selbstverständlich.“ Aus den Konferenzräumen der Tumorboards sei die Pathologie nicht mehr wegzudenken.

„Ich wollte dem Fachgebiet zu seiner Renaissance verhelfen, die sich vor 20 Jahren abzeichnete und tatsächlich erfolgte“, beschreibt Schlake das Ziel, mit dem er sein Amt angetreten hat. Angesichts der fortschreitenden medizinischen Subspezialisierung sei der Pathologe immer wichtiger geworden. Heute sei die Pathologie „das letzte klinische Fachgebiet mit einem ganzheitlichen Anspruch und gerade deshalb so wichtig“. Rückblickend ist Schlake besonders stolz „auf den Zusammenhalt eines ganzen Fachgebiets, im Fachlichen wie im Organisatorischen“.

Geboren ist Werner Schlake 1941 in Wuppertal. Sein Medizinstudium absolvierte er in Münster und Wien. 1982 wurde er Direktor des Pathologischen und Gewebepathologischen Instituts Gelsenkirchen. Seinem Verband wünscht er, dass „sich alle zukünftigen Schritte weiterhin an ihrem Wert für die Patientenversorgung orientieren“. Für seine persönliche Zukunft hat er hingegen noch keine klare Vorstellungen: „Darüber denke ich noch nach.“ Falk Osterloh

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