MEDIZIN: Originalarbeit

Assoziation von Hyponatriämie, Delirrisiko und Mortalität

Eine kontrollierte, prospektive Langzeitstudie mit geriatrischen Patienten

The association of hyponatremia, risk of confusional state, and mortality—a prospective controlled longitudinal study in older patients

Dtsch Arztebl Int 2016; 113(50): 855-62; DOI: 10.3238/arztebl.2016.0855

Zieschang, Tania; Wolf, Marcia; Vellappallil, Tinu; Uhlmann, Lorenz; Oster, Peter; Kopf, Daniel

Hintergrund: Hyponatriämie und Delir sind häufige Probleme im geriatrischen Krankenhauskollektiv. Obwohl Verwirrtheitszustände als mögliche Komplikation einer Hyponatriämie angesehen werden, wurden die genaue Prävalenz des Delirs bei Hyponatriämie und die Auswirkung auf die langfristige Prognose bislang nicht systematisch untersucht.

Methode: In einem geriatrischen Krankenhauskollektiv wurden im Zeitraum 2009/2010 über etwa 13 Monate konsekutiv alle Patienten mit Serum-Natrium (SNa) ≤ 130 mmol/L (Hyponatriämiegruppe, HNG) untersucht und mit einer nach Geschlecht, Alter sowie Diagnosegruppe gepaarten normonatriämen Kontrollgruppe (KG) verglichen. Mittels einer zweistufigen Untersuchung wurde die Prävalenz eines Delirs erfasst. Prospektiv wurden die Mortalität im Krankenhaus und nach sechs Monaten sowie der funktionelle Status analysiert.

Ergebnisse: Identifiziert wurden 179 Patienten mit SNa ≤ 130 mmol/L (7,9 % aller behandelten Patienten), von denen 141 in die HNG eingeschlossen. Eine Kontrollgruppe mit ebenfalls 141 Patienten wurde gebildet. Das Alter der Studienpopulation betrug im Median 83 Jahre (Spannweite: 63–102), 84 % der Teilnehmer waren Frauen. Patienten mit Hyponatriämie erlitten häufiger ein Delir (22,7 % versus 8,5 %; p = 0,002) und hatten eine erhöhte Krankenhausmortalität (10,6 % versus 2,1 %; p = 0,005). Nach sechs Monaten betrug die Mortalität 31,9 % versus 22,7 % (p = 0,080). Poststationär musste die Pflegestufe bei 59,7 % in der HNG und 49,2 % in der KG (p = 0,146) erhöht werden.

Schlussfolgerung: Eine Hyponatriämie bei geriatrischen Krankenhauspatienten ist mit einer erhöhten Zahl von Delirien und erhöhter Krankenhausmortalität assoziiert.

Die Hyponatriämie ist mit einer Prävalenz von 15–30 % die häufigste Elektrolytstörung bei Krankenhauspatienten (13). Geriatrische Patienten sind aufgrund der veränderten Physiologie, Multimorbidität und Polypharmazie eine Hochrisikogruppe (4). Bei älteren Menschen ist die Hyponatriämie mit einer Serum-Natrium(SNa)-Konzentration von 130–134 mmol/L beziehungsweise 125–129 mmol/L in der Regel mild bis moderat ausgeprägt und chronisch, das heißt, die Hyponatriämie ist in einem Zeitraum von mehr als 48 Stunden entstanden (5). Die Hyponatriämie wirkt sich negativ auf eine Vielzahl klinischer Parameter aus, darunter verschiedene funktionelle Aspekte, die im geriatrischen Basisassessment abgebildet werden (6, 7), auch auf die kognitive Leistungsfähigkeit. Selbst ein mild bis moderat erniedrigter Natriumspiegel ist mit kognitiver Einschränkung assoziiert (8), die sich nach Ausgleich des Natriumspiegels wieder verbessern kann (9). Im Gegensatz zu der akuten Hyponatriämie, die zu einem zerebralen Ödem führt (10), bleiben die Mechanismen, die bei der chronischen Hyponatriämie zu einer kognitiven Einschränkung führen, unklar (4). In den wenigen Studien zur Auswirkung einer chronischen Hyponatriämie auf die Kognition wurden undifferenziert kognitive Einschränkungen beschrieben, die durch Screening-Instrumente für Demenz (6, 8) oder einen Aufmerksamkeitstest (9) erfasst wurden. In keiner dieser Arbeiten wurde erfasst, ob ein Delir vorlag. Das akute Delir tritt bei älteren Patienten auf allgemein internistischen oder geriatrischen Stationen mit einer Häufigkeit von 29–64 % auf (11). Es ist eine schwerwiegende Komplikation des Kranken­haus­auf­enthalts mit einer 1,5-fach erhöhten Mortalität im ersten Jahr nach Krankenhausaufnahme (11), einem verschlechterten Langzeitverlauf der Kognition (12), einer Reduktion der funktionellen Leistungsfähigkeit und einer Institutionalisierungsrate von 33,4 % bei Patienten mit Delir im Vergleich zu 10,7 % bei Patienten ohne Delir (13).

In unserer Studie wurde erstmalig bei einem geriatrischen Krankenhauskollektiv die Assoziation einer Hyponatriämie mit einem Delir im Vergleich zu einer sorgfältig gematchten Kontrollgruppe ohne Hyponatriämie analysiert. Anschließend konnten prospektiv die Auswirkungen von Hyponatriämie und Delir auf die Mortalität sowie selbstständige Lebensführung in Nachuntersuchungen während des Kranken­haus­auf­enthalts und nach sechs Monaten beschrieben werden.

Methoden

Studiendesign

Eine prospektive Beobachtungsstudie mit gepaarten Kontrollen und einer sechs Monate später erfolgenden telefonischen Nacherhebung wurde geplant. Die Ethikkommission der Universität Heidelberg stimmte dem Protokoll zu (Antragsnummer: S-224/2009). Die Untersuchung wurde unter der Nummer DRKS00004280 im Deutschen Register Klinischer Studien registriert.

Setting und Patientenkollektiv

Die Studienteilnehmer wurden im AGAPLESION Bethanien Krankenhaus Heidelberg von Mai 2009 bis Juni 2010 in der Akutgeriatrie und in der stationären geriatrischen Rehabilitation konsekutiv rekrutiert.

An jedem Arbeitstag wurden anhand der am jeweiligen Tag bestimmten Laborwerte alle Patienten mit Hyponatriämie (SNa < 135 mmol/L) erfasst.

Hyponatriämiegruppe (HNG): Alle Patienten mit mittelschwerer oder schwerer Hyponatriämie (SNa ≤ 130 mmol/l) konnten in die Studie eingeschlossen werden. Ausgeschlossen wurden Personen, die nicht innerhalb von 24 Stunden untersucht werden konnten oder die Aufnahme in die Studie ablehnten. Bei kognitiver Einschränkung willigten die gesetzlichen Vertreter in die Teilnahme ein; wenn nötig wurde eine Betreuung eingerichtet. Jeder Patient wurden nur einmalig in die Studie aufgenommen. Die Therapie der Hyponatriämie oblag den behandelnden Ärzten. Die Studie beeinflusste weder die Frequenz von Laborkontrollen noch die Behandlung der Hyponatriämie.

Kontrollgruppe (KG): Jedem Patienten der Hyponatriämiegruppe wurde ein geeigneter Patient mit durchgängig normalem SNa zugeordnet. Hierfür wurde jeweils der nächste im Krankenhaus behandelte Patient, der bezüglich Geschlecht, Altersgruppe (65–80 Jahre oder ≥ 80) sowie Hauptdiagnose vergleichbar war und schriftlich einwilligte, ausgewählt. Die Hauptdiagnosen wurden nach Internationaler statistischer Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme(ICD)-10-Ziffern, der Kapitelstruktur des ICD-10 folgend, zu Gruppen zusammengefasst. ICD-Untergruppen mit Krankheitsbildern wie Leberzirrhose, bei denen eine Hyponatriämie typischerweise häufiger auftritt, wurden als eigene Gruppen geführt (eTabelle).

Gruppierte Aufnahmediagnosen
eTabelle
Gruppierte Aufnahmediagnosen

Mit Hilfe der in Tabelle 1 aufgeführten Routinedaten wurde die Vergleichbarkeit der Gruppen überprüft. Sämtliche Medikamente wurden als mögliche Risikofaktoren erfasst.

Vergleich der Basisdaten
Tabelle 1
Vergleich der Basisdaten

Querschnittsuntersuchung: Delirerfassung (T1)

Alle Patienten beider Gruppen wurden innerhalb von 24 Stunden nach Einschluss in die Studie auf ein Delir untersucht (T1-Untersuchung). Dabei wurde zweistufig vorgegangen: Der „Mini-Mental-Status-Test“ (MMSE) (15) wies kognitive Einschränkungen und die „Confusion Assessment Method“ (CAM) (19, 20) ein Delir nach. Um der möglichen Fluktuation der deliranten Symptomatik gerecht zu werden, wurde in der Dokumentation der Pflegenden und Ärzte nach Hinweisen auf ein Delir gesucht. Bei Verdacht wurden die Pflegenden und Ärzte diesbezüglich befragt. Im zweiten Schritt wurde bei positiver oder unklarer CAM die Diagnose anhand der Kriterien des diagnostischen und statistischen Leitfadens psychischer Störungen(DSM)-IV fachärztlich geprüft. Die Screeninguntersuchungen wurden bezüglich der Gruppenzugehörigkeit nicht verblindet, die weiterführenden Untersuchungen allerdings verblindet durchgeführt. In Einzelfällen waren die Untersucher jedoch auch als behandelnde Ärzte zuständig, so dass eine vollständige Verblindung nicht sicher gewährleistet war. Um Delir und Demenz oder gegebenenfalls Delir bei Demenz abzugrenzen, wurden die Angehörigen standardisiert durch den Fragebogen zur geistigen Leistungsfähigkeit für ältere Personen (IQCODE) nach Jorm (14) über die kognitive Situation vor fünf Jahren und vor 14 Tagen befragt.

Prospektive Untersuchungen

Nach sieben Tagen erfolgte erneut dieselbe standardisierte, zwei Schritte umfassende Delirdiagnostik (T2-Untersuchung). Nach Entlassung wurde die Krankenhausmortalität bestimmt.

Eine Nachuntersuchung wurde sechs Monate nach Einschluss durchgeführt. Dabei wurden die Langzeiteffekte von Hyponatriämie und Delir auf Mortalität (primäre Analyse), Wohnsituation und Pflegestufe (sekundäre Analyse) durch eine fragebogengestützte semistrukturierte telefonische Befragung der Patienten und/oder der Angehörigen erfasst. Wenn diese nicht erreichbar waren, wurden die Hausärzte interviewt. Die Untersuchung erfolgte bezüglich der Gruppenzugehörigkeit verblindet.

Statistische Methoden

Fallzahlplanung: Die Fallzahlplanung (21) wurde für den primären Endpunkt Delirrate durchgeführt. Das Delirrisiko bei hyponatriämen Patienten wurde anhand einer zuvor durchgeführten Pilotstudie, in der 10 von 27 Patienten ein Delirium aufwiesen, geschätzt. Konservativer berechnet, gingen wir für die Fallzahlkalkulation von 35 % aus. Für die Kontrollgruppe legten wir eine im Zeitraum 2003/2004 im Haus durchgeführte Delirstudie (20, 22), in der 12 von 50 Patienten mit Demenz ein Delir aufwiesen, zugrunde. Da Demenz das Delirrisiko erhöht, wurde eine Delirrate von 20 % geschätzt. Bei einem α-Fehler von 5 % und einer Power von 80 % war eine Fallzahl von 109 pro Gruppe notwendig, um statistisch signifikante Unterschiede nachzuweisen. Damit eine Ausfallrate von 20 % kompensiert werden könnte, strebten wir 137 Patienten pro Gruppe an.

Ergebnisanalyse: Für kategoriale Variablen wurden absolute und relative Häufigkeiten präsentiert. Bei Gruppenvergleichen der kategorialen Variablen wurde der McNemar-Test angewendet, da es sich um verbundene Stichproben handelte, und bei kontinuierlichen Größen der Wilcoxon-Test. Kategoriale Größen nicht gepaarter Untergruppen wurden mit dem χ2-Test verglichen. Der zeitliche Verlauf der Natriumwerte wurde mit dem t-Test für abhängige Stichproben geprüft. Bereits im Krankenhaus verstorbene Patienten wurden für die Nachuntersuchung als verstorben gewertet. Verstorbenen Patienten wiesen wir eine Erhöhung der Pflegestufe zu, um eine Verzerrung zugunsten der Überlebenden („survivorship bias“) zu vermeiden. Die sekundären Endpunkte (Mortalität, Institutionalisierung, Pflegestufe) wurden rein deskriptiv ausgewertet. Das Signifikanzniveau wurde auf p = 0,05 festgelegt. Die Analysen erfolgten mittels SPSS (Statistical Package for Social Science, Version 21) und der Software R (23).

Ergebnisse

Patientencharakteristika

Im Erfassungszeitraum wurden nach Ausschluss von Wiederkehrern 2 267 Patienten im AGAPLESION Bethanien Krankenhaus Heidelberg behandelt. Eine SNa-Konzentration < 135 mmol/L trat mit einer Prävalenz von 20,7 % (470 von 2 267) auf, bei 22,7 % (356 von 1 566) der Frauen und 16,3 % (114 von 701) der Männer. Ein SNa-Spiegel ≤ 130 mmol/L lag bei 179 Patienten mit einer Prävalenz von 7,9 % vor, bei 9,5 % der Frauen und 4,4 % der Männer. In jede Gruppe wurden 141 Patienten (118 Frauen, 23 Männer) eingeschlossen (Grafik 1). Die Verteilung der Hauptdiagnosen ist der eTabelle zu entnehmen.

Flussdiagramm der Rekrutierung
Grafik 1
Flussdiagramm der Rekrutierung

Die Gruppen unterschieden sich nicht bezüglich der sozialen Situation, Selbstständigkeit, Komorbiditäten und Mobilität (Tabelle 1). Ablaufbedingt erfolgte in der KG die T1-Untersuchung zu einem späteren Zeitpunkt des stationären Aufenthalts (im Median acht Tage später). In der HNG war laut der Angehörigen signifikant häufiger eine kognitive Verschlechterung sowohl in den letzten fünf Jahren als auch in den letzten 14 Tagen aufgetreten. Patienten der HNG nahmen Thiaziddiuretika signifikant häufiger und Schleifendiuretika signifikant seltener ein. Der Konsum anderer Medikamente unterschied sich nicht signifikant.

Ein Vergleich der Basisdaten von Patienten mit oder ohne Delir zeigte folgende Resultate für diejenigen mit Delir:

  • höherer Komorbiditätsindex (18) (39,1 ± 5,9 versus 34,6 ± 5,6 Punkte, p < 0,001)
  • höhere Abhängigkeit in den Aktivitäten des täglichen Lebens (Barthel-Index [16]: 27,9 ± 24,2 versus 49,7 ± 26,2 Punkte, p < 0,001)
  • häufigeres Auftreten einer kognitiven Verschlechterung (in fünf Jahren: 84,2 % versus 17,1 %, p < 0,001; in 14 Tagen: 76,9 % versus 23,2 %, p < 0,001)
  • kein Unterschied bezüglich Alter, Geschlechtsverteilung und Anteil von Pflegeheimbewohnern.

Verlauf der Hyponatriämie

Die Hyponatriämie lag in 79,4 % der Fälle bereits bei Aufnahme vor. Der durchschnittliche Natriumwert stieg von 127,0 ± 3,9 mmol/L (T1) innerhalb einer Woche auf 133,0 ± 4,6 mmol/L (T2) (p < 0,001).

Delirrate

In der HNG traten Delirien signifikant häufiger auf (22,7 % versus 8,5 %, p = 0,002), ebenfalls in der Untergruppe mit moderater Hyponatriämie (20,7 %, p = 0,005). Nach sieben Tagen unterschieden sich die Gruppen nicht mehr signifikant (Tabelle 2). In der HNG remittierte das Delir bei zwölf von 28 Patienten, in der KG nur bei zwei von elf Patienten.

Delirrate
Tabelle 2
Delirrate

Nachuntersuchungen

Die Krankenhausmortalität war bei Patienten der Hyponatriämiegruppe fünffach erhöht. Nach sechs Monaten war der Verlauf für die HNG ungünstiger (Mortalität von 32 % versus 23 %, p = 0,080; Mortalität oder Neuinstitutionalisierung von 46 % versus 35 %, p = 0,067), insbesondere für die Untergruppe ohne Delir (45 % versus 32 %, p = 0,036) (Tabelle 3, Grafik 2).

Sekundäre Endpunkte Krankenhausmortalität und Mortalität nach sechs Monaten in %
Grafik 2
Sekundäre Endpunkte Krankenhausmortalität und Mortalität nach sechs Monaten in %
Krankenhausmortalität, Ergebnisse der Nachuntersuchung nach sechs Monaten
Tabelle 3
Krankenhausmortalität, Ergebnisse der Nachuntersuchung nach sechs Monaten

Ein Delir war in der Gesamtpopulation mit einer 2,5-fachen Krankenhausmortalität assoziiert. Die Mortalität nach sechs Monaten stieg sowohl bei den Patienten mit Delir in der Gesamtpopulation als auch in der Kontrollgruppe (Tabelle 3, Grafik 2).

Eine Erhöhung des Betreuungsbedarfs, ermittelt anhand der Pflegestufe, war in beiden Gruppen mit einem Delir assoziiert. Die Hyponatriämie schien hingegen auf die Pflegestufe keine wesentliche Auswirkung zu haben (Tabelle 3).

Diskussion

Die vorliegende Studie an geriatrischen Patienten wies eine starke Assoziation einer Hyponatriämie, auch in moderater Ausprägung, mit einem Delir nach.

Die Prävalenz der Hyponatriämie (SNa-Konzentration < 135 mmol/L bei 20,7 % und von 131–118 mmol/L bei 6,0 %) war höher als in dem von Gosch et al. (6) untersuchten geriatrischen Kollektiv (16,7 % beziehungsweise 4,5 %). Die Prävalenz milderer Formen ähnelte den Werten in einem Review (5) für geriatrische Stationen (SNa-Konzentration < 135 mmol/L: 20,7 % versus 22,2 %; SNa-Konzentration < 130 mmol/L: 4,7 % versus 7,5 %). Deutlich niedriger lag die Prävalenz der schweren Hyponatriämie mit einem SNa-Spiegel < 125 mmol/L (0,9 % versus 4,5 %). Wie zuvor beschrieben (24), war die Prävalenz bei Frauen höher als bei Männern (9,5 % versus 4,4 %).

Die Delirrate war in der HNG deutlich erhöht. Frühere Untersuchungen, zumeist retrospektive Beobachtungsstudien, zeigten, dass Aufmerksamkeit und kognitive Leistungsfähigkeit bei einer Hyponatriämie beeinträchtigt sind, was im Sinne einer kausalen Beziehung gewertet wurde (4, 6, 8, 9). Allerdings haben Hyponatriämie und Delir wichtige gemeinsame Risikofaktoren, insbesondere das Alter und Grunderkrankungen. Daher sind aus retrospektiven oder unkontrollierten Untersuchungen Schlüsse auf die Kausalität schwer zu belegen. Zudem erscheinen bei einer multimorbiden Patientenpopulation monokausale Beziehungen grundsätzlich unwahrscheinlich. In der vorliegenden Studie konnten durch den Vergleich mit einer gematchten Kontrollgruppe wichtige konfundierende Variablen ausgeschlossen werden. Dadurch erhärtet sich die Hypothese, dass die Hyponatriämie, auch in ihrer milderen Form, als relevanter Kofaktor in der Pathogenese eines Delirs angesehen werden kann. Dennoch zeigt die Tatsache, dass die HNG einen höheren Anteil von Patienten enthielt, bei denen nach Auskunft von Angehörigen bereits eine kognitive Verschlechterung im Vorfeld zu beobachten war, wie komplex die Beziehung zwischen Hyponatriämie und Delir ist. So könnten Faktoren, die eine kognitive Verschlechterung verursachen, auch eine Hyponatriämie begünstigen.

Die Krankenhausmortalität war in der HNG im Vergleich zur KG fünffach erhöht, auch ohne Diagnose eines Delirs. Somit war in unserer Studie die Sterblichkeit höher als in einer aktuellen Untersuchung (7) an Patienten, die mit 71 Jahren im Median deutlich jünger waren und eine Krankenhausmortalität von 4 % aufwiesen. Bei den Patienten ohne Delir zeigte sich auch in der Langzeituntersuchung eine ungünstigere Prognose für die HNG. Bereits in früheren Studien wurde Hyponatriämie als unabhängiger Risikofaktor identifiziert (25, 26). Der Vergleich mit einer gepaarten, von den Komorbiditäten vergleichbaren KG in unserer Studie unterstützt die Hypothese, dass Hyponatriämie direkt zur Mortalität beiträgt.

Unsere Studie bestätigt die Gabe von Thiaziddiuretika als wesentlichen Risikofaktor für Hyponatriämie bei älteren Patienten (27, 28). Dass Leitlinien zur Therapie der arteriellen Hypertonie Thiaziddiuretika immer noch als Medikamente der ersten Wahl empfehlen (29), sollte im Hinblick auf diese Daten kritisch überdacht werden.

Das Delir wurde in einer früheren Studie als unabhängiger Risikofaktor für Mortalität und Institutionalisierung identifiziert (30). Dementsprechend war in der KG ein Delir mit einer Steigerung der Langzeit-Mortalität von 20 auf 50 % im Vergleich zu Patienten ohne Delir assoziiert. Im Gesamtkollektiv war die Mortalität nach Delir mit 43,2 % etwas höher als in anderen geriatrischen Kollektiven mit Mortalitätsraten bis 40 % (30).

Limitationen und Stärken

Unsere Daten können die Ursache der Hyponatriämie oder den Volumenstatus nicht sicher beschreiben, was aber eine grundsätzliche Schwierigkeit in der geriatrischen Population ist (4). Das Delir-Screening wurde nicht täglich durchgeführt, sondern nur zweimal im Abstand von einer Woche. Zudem wurden die Patienten der Kontrollgruppe zu einem späteren Zeitpunkt ihres Kranken­haus­auf­enthalts untersucht. Demnach ist nicht ganz auszuschließen, dass das Delir schon abgeklungen war. Durch eine gründliche Durchsicht der Dokumentation und Rücksprache mit den behandelnden Mitarbeitern wurden jedoch Hinweise auf ein Delir zu anderen Zeitpunkten miteinbezogen. Da der genaue Beginn der Hyponatriämie bei den meisten Patienten nicht eingegrenzt werden kann, ist eine Aussage über die Reihenfolge des Auftretens von Hyponatriämie und Delir nicht möglich. Um eine möglichst hohe Objektivität bei der Delirdiagnostik zu ermöglichen, wurden in der ersten Stufe standardisierte Verfahren eingesetzt und in der zweiten Stufe die Untersucher nicht über den Natrium-Status der Patienten informiert. Eine vollständige Verblindung war im klinischen Setting allerdings nicht möglich und kann trotz der eingesetzten Sorgfalt einen gewissen Einfluss auf die Beurteilung gehabt haben. Die Nachfolgeuntersuchung war hingegen verblindet. Die Fallzahlanalyse bezog sich auf die Delirrate in Abhängigkeit von einer Hyponatriämie. Für die Untergruppenvergleiche bezüglich der Langzeitmortalität ist die Fallzahl nicht ausreichend.

Die Studie weist folgende Stärken auf:

  • konsekutiver Einschluss aller Patienten mit Hyponatriämie in eine für geriatrische Krankenhauspatienten typische Stichprobe
  • erstmaliger Vergleich von Hyponatriämiepatienten mit einer gepaarten Kontrollgruppe
  • standardisierte Delirdiagnostik
  • prospektive Nachbeobachtung.

Resümee

Unsere Ergebnisse erlauben Schlussfolgerungen für die Behandlung geriatrischer Patienten und auch für weitere Forschung in dem Gebiet. Die bei älteren Patienten häufig auftretende Hyponatriämie ist auch in milder Form ein potenter Risikofaktor für ein Delir. Zusätzlich weist unsere Studie darauf hin, dass die Hyponatriämie auch ohne Delir die Krankenhausmortalität steigert und ungünstige Langzeitverläufe fördert. Eine erhöhte Langzeit-Mortalität konnte jedoch nicht nachgewiesen werden. Thiaziddiuretika scheinen einen wesentlichen vermeidbaren Risikofaktor auszumachen. In Anbetracht der hohen Prävalenz ist kritisch zu sehen, dass kein einfacher Algorithmus für die Abklärung der Hyponatriämie besteht und die vorhandenen Leitlinien aufgrund mangelnder Evidenz nach wie vor zu großen Teilen auf Expertenempfehlungen beruhen (31).

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 17. 3. 2016, revidierte Fassung angenommen: 11. 8. 2016

Anschrift für die Verfasser
Dr. med. Tania Zieschang

Geriatrisches Zentrum an der Universität Heidelberg

Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg

Rohrbacher Straße 149, 69126 Heidelberg

tzieschang@bethanien-heidelberg.de

Zitierweise
Zieschang T, Wolf M, Vellappallil T, Uhlmann L, Oster P, Kopf D:
The association of hyponatremia, risk of confusional state, and mortality—
a prospective controlled longitudinal study in older patients.
Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 855–62. DOI: 10.3238/arztebl.2016.0855

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

Zusatzmaterial
eTabelle:
www.aerzteblatt.de/16m0855 oder über QR-Code

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SLK-Kliniken Heilbronn GmbH: Dr. med. Wolf
Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, Evangelische Diakonissenanstalt Karlsruhe-Rüppurr: Dr. med. Vellappallil
Institut für Medizinische Biometrie und Informatik, Universität Heidelberg: Lorenz Uhlmann
Geriatrische Klinik, Katholisches Marienkrankenhaus gGmbH: PD Dr. med. Kopf
Flussdiagramm der Rekrutierung
Grafik 1
Flussdiagramm der Rekrutierung
Sekundäre Endpunkte Krankenhausmortalität und Mortalität nach sechs Monaten in %
Grafik 2
Sekundäre Endpunkte Krankenhausmortalität und Mortalität nach sechs Monaten in %
Vergleich der Basisdaten
Tabelle 1
Vergleich der Basisdaten
Delirrate
Tabelle 2
Delirrate
Krankenhausmortalität, Ergebnisse der Nachuntersuchung nach sechs Monaten
Tabelle 3
Krankenhausmortalität, Ergebnisse der Nachuntersuchung nach sechs Monaten
Gruppierte Aufnahmediagnosen
eTabelle
Gruppierte Aufnahmediagnosen
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