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Maggie Schauer: Engagierte Traumatherapeutin von Flüchtlingen

Dtsch Arztebl 2016; 113(50): A-2335 / B-1915 / C-1891

Kahl, Kristin

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Maggie Schauer, Foto: privat
Maggie Schauer, Foto: privat

Vor dem Hintergrund der weltweit steigenden Zahl von Flüchtlingen und der stark erhöhten Zuwanderung auch nach Deutschland zeichnen der Stifterverband und die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in diesem Jahr Dr. phil. Maggie Schauer für ihr beispielhaftes Engagement in der therapeutischen Behandlung von Gewalopfern aus. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Prof. Dr. rer. soc. Thomas Elbert erhält sie den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis 2016 zum Thema „Im Jahrhundert der Migration: Psychische Funktionstüchtigkeit als Schlüssel für gelingende Gesellschaften“.

Die Philosophin, Psychologin und Sozialwissenschaftlerin beschäftigt sich bereits seit zwei Jahrzehnten mit der Erforschung der Folgen organisierter Gewalt auf die Opfer, ihre Familien und die Gesellschaft. Im Rahmen von Feldstudien in Katastrophen- und Konfliktregionen arbeitete sie unter anderem mit ehemaligen politischen Gefangenen, Kriegsopfern und Überlebenden von geschlechtsbezogener Gewalt. Sie nutzte dafür die unter anderem von ihr entwickelte „Narrative Expositionstherapie“, ein evidenzbasiertes Kurzzeitverfahren, das es Betroffenen ermöglicht, im geschützten therapeutischen Setting traumatisierende Erlebnisse noch einmal zu durchleben und darüber eine zeitliche und räumliche Einordnung vorzunehmen. Das Verfahren kommt in Konfliktregionen zum Einsatz, eignet sich aber auch für die Behandlung von Flüchtlingen in Deutschland. Kristin Kahl

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