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Als Hausarzt, der selber die Schilddrüsensonographie durchführt, habe ich die Erfahrung mit zwei großen nuklearmedizinischen Praxen gemacht, dass bei Knoten unklarer Dignität fast routinemäßig ein MIBI-Szintigramm durchgeführt wird. Spricht das Ergebnis dieser Untersuchung gegen einen malignen Knoten, wird auf eine weitere Diagnostik verzichtet. Besteht weiterhin ein Malignitätsverdacht, wird zur Operation geraten.

Die Durchführung einer Schilddrüsenpunktion an Stelle einer MIBI-Szintigraphie scheint mir eher die Ausnahme zu sein. Auch gibt es meines Wissens nach nur wenige Anlaufstellen, an die man Patienten zur Durchführung einer Punktion überweisen kann.

Folgt man der Bewertung von Feldkamp et al., müsste der diagnostische Pfad zur Abklärung von Schilddrüsenknoten geändert werden (1). Nicht vergessen sollte man dabei, dass Patienten ein zweites Szintigramm deutlich harmloser als eine Punktion bewerten. Ich möchte die Autoren bitten, zu diesem Punkt nochmals Stellung zu nehmen.

DOI: 10.3238/arztebl.2017.0026a

Dr. med. Eberhard Backus

Frechen

info@hausarzt-backus-frechen.de

1.
Feldkamp J, Führer D, Luster M, Musholt TJ, Spitzweg C, Schott M: Fine needle aspiration in the investigation of thyroid nodules—indications, procedures and interpretation. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 353–9 VOLLTEXT
1.Feldkamp J, Führer D, Luster M, Musholt TJ, Spitzweg C, Schott M: Fine needle aspiration in the investigation of thyroid nodules—indications, procedures and interpretation. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 353–9 VOLLTEXT

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