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Die Kollegen Schäfer und Schmidt gehen in ihrem Schreiben auf Schilddrüsenknoten > 1  cm mit unverdächtigem Befund ein. Um die Grafik zum Handlungs-Algorithmus möglichst übersichtlich zu halten, hatten wir diesen Aspekt nicht näher beleuchtet. Ebenfalls wurden aufgrund der Vorgaben zu Wort- und Literaturbegrenzung weitere Studien zur Wertigkeit der Feinnadelpunktion (FNP) nicht aufgeführt. Wir stimmen mit den Kollegen überein, dass die aktuellen Empfehlungen der American Thyroid Association (ATA) nicht uneingeschränkt auf die europäische Situation übertragen werden können. Unabhängig hiervon ist jedoch festzuhalten, dass die FNP der Schilddrüse in der Hand eines erfahrenen Punkteurs und bei erfahrenem Zytologen eine hohe Treffsicherheit zur Diagnosesicherung eines Schilddrüsenkarzinoms hat und zugleich helfen kann, Operationen ohne klare Indikation zu verhindern.

Alle drei Leserbriefe sprechen die MIBI-Szintigraphie als Verfahren zur Differenzialdiagnostik von Schilddrüsenknoten an. Ziel unserer Übersicht war es, den Fokus auf die FNP zu legen (1). Die Studienlage zur MIBI-Szintigraphie ist derzeit aus unserer Sicht noch unzureichend, das Verfahren ist für die Diagnostik von Schilddrüsenknoten nicht zugelassen. Auch in die aktuellen Leitlinien hat die MIBI-Szintigraphie aus diesen Gründen keinen Eingang gefunden. Die Kollegen weisen darauf hin, dass in den bisher publizierten Untersuchungen bei negativem MIBI-Befund mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem benignen Schilddrüsenknoten auszugehen ist. Die zukünftige Rolle als „ergänzendes Verfahren“ bleibt in prospektiven Studien zu klären.

Herr Kollege Scholz geht auf die Primärdiagnostik des medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC) ein. Wir stimmen mit ihm überein, dass die Zytologie dabei eine untergeordnete Bedeutung hat. Vielmehr ist die Calcitonin-Messung als das sensitivste Verfahren einzustufen und sollte mindestens vor einem operativen Eingriff bei einem Schilddrüsenknoten/Struma (multi)nodosa erfolgen.

DOI: 10.3238/arztebl.2017.0026b

Für die Autoren:

Prof. Dr. Matthias Schott

Universitätsklinikum Düsseldorf

matthias.schott@med.uni-duesseldorf.de

Interessenkonflikt

Die Autoren aller Beiträge erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

1.
Feldkamp J, Führer D, Luster M, Musholt TJ, Spitzweg C, Schott M: Fine needle aspiration in the investigation of thyroid nodules—indications, procedures and interpretation. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 353–9 VOLLTEXT
1.Feldkamp J, Führer D, Luster M, Musholt TJ, Spitzweg C, Schott M: Fine needle aspiration in the investigation of thyroid nodules—indications, procedures and interpretation. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 353–9 VOLLTEXT

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