ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2017Pflege: Merkel fordert bessere Bezahlung des Personals

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Pflege: Merkel fordert bessere Bezahlung des Personals

Dtsch Arztebl 2017; 114(1-2): A-8 / B-6 / C-6

dpa; afp

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Pflegekräfte in Deutschland werden nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nicht ausreichend bezahlt. Merkel sagte kürzlich in einer ihrer Videobotschaften: „Die Bezahlung ist immer noch so, dass viele sagen: Das ist nicht ausreichend – und das kann ich auch verstehen.“ Sie zollte Menschen, die sich für diesen Beruf entscheiden, „große Anerkennung“. Das sei eine anstrengende Tätigkeit mit großer Verantwortung.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften ausgesprochen. Foto: picture alliance
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich für eine bessere Bezahlung von Pflegekräften ausgesprochen. Foto: picture alliance

Die Bundeskanzlerin hatte darüber hinaus zuletzt in einem Gespräch mit Betroffenen unterstrichen, dass die Bundesregierung sowohl für die ambulante Pflege als auch für die stationäre Pflege deutlich mehr Geld ausgebe und den Personalschlüssel verbessern wolle. Wie weit das Berufsbild eigenständig bleiben solle, müsse allerdings noch weiter im parlamentarischen Verfahren diskutiert werden, sagte Merkel offensichtlich mit Blick auf Pläne über eine Zusammenlegung der Ausbildung von Kinderkranken-, Kranken- und Altenpflege.

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Merkel sieht zudem Verbesserungen durch die drei beschlossenen Pflegestärkungsgesetze. Die Einführung der neuen Pflegegrade trat am 1. Januar 2017 in Kraft. Damit gehe es künftig um die tatsächlichen Einschränkungen, die jemand habe, unabhängig von der Art der Behinderung. Das sei speziell für Demenzkranke eine Verbesserung.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erklärte, es sei gut, dass Merkel Defizite bei der Pflege anspreche. Jedoch habe sich die Regierung bisher nicht durchringen können, auch eine Lösung anzubieten. dpa/afp

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