ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2017Karl-Heinrich Wulf †: Wegbereiter der modernen Geburtsmedizin

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Karl-Heinrich Wulf †: Wegbereiter der modernen Geburtsmedizin

Friese, Klaus

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Karl-Heinrich Wulf, Foto: privat
Karl-Heinrich Wulf, Foto: privat

Der langjährige Direktor der Universitäts-Frauenklinik Würzburg und Redaktionsbeirat des Deutschen Ärzteblatts für das Fach „Gynäkologie und Geburtshilfe“, Prof. Dr. med. Karl-Heinrich Wulf, ist am 5. Dezember 2016 im Alter von 88 Jahren verstorben. Damit verliert die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe, deren Präsident Wulf von 1980 bis 1982 war, einen international führenden Gynäkologen und Perinatalmediziner, der Wegbereiter der modernen Schwangerenvorsorge und Geburtsmedizin in Deutschland war. Für sein Engagement im Fach erhielt er zahlreiche Ehrungen und Wissenschaftspreise.

Das Medizinstudium absolvierte der gebürtige Kieler in seiner Heimatstadt und in Freiburg, gefolgt von Studienaufenthalten in Oxford und London, die seine Arbeit prägten. 1969 folgte er dem Ruf an die Frauenklinik der Medizinischen Hochschule Hannover, später, 1973, dem Ruf auf den Lehrstuhl der Universitäts-Frauenklinik und Hebammenschule in Würzburg. Wulfs wissenschaftliche Schwerpunkte waren Risikoschwangerschaften und die operative Geburtshilfe sowie die gynäkologische Morphologie. Zudem erarbeitete er Grundlegendes zum Verständnis des Gasaustausches in der Plazenta. Geschätzt wurde Wulf vor allem wegen seines offenen und fairen Umgangs. Bis kurz vor seinem Tod war er Mittelpunkt einer Runde von ehemaligen Mitarbeitern, die regelmäßig zusammentrafen. Mit seinem norddeutschen Humor und seinem Charisma hat er Generationen von Ärztinnen und Ärzten geprägt. Prof. Dr. med. Klaus Friese

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