ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2017Bedarfsplanung: Quotenregelung für Subspezialisierungen angedacht

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Bedarfsplanung: Quotenregelung für Subspezialisierungen angedacht

PP 16, Ausgabe Januar 2017, Seite 6

Maybaum, Thorsten

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Für die zahlreichen neu entstandenen Subspezialisierungen innerhalb der Ärzteschaft, wie etwa bei den Internisten, soll es – im Vorgriff einer großen Reform in den nächsten Jahren – möglichst bald Unterquoten für die Bedarfsplanung geben. Dieses ergänzende Steuerungsinstrument hat der unparteiische Vorsitzende des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA), Josef Hecken, in einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt erläutert. „In der Bedarfsplanung werden heute zum Beispiel Fachinternisten in einer gemeinsamen Arztgruppe beplant“, sagte Hecken. Allerdings sei das Fach stark untergliedert.

Rheumatologen oder Diabetologen gibt es zu wenige, das soll in der Bedarfsplanung berücksichtigt werden, sagte G-BA-Chef Josef Hecken im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Foto: Georg J. Lopata
Rheumatologen oder Diabetologen gibt es zu wenige, das soll in der Bedarfsplanung berücksichtigt werden, sagte G-BA-Chef Josef Hecken im Gespräch mit dem Deutschen Ärzteblatt. Foto: Georg J. Lopata

Hecken führt aus, dass die derzeitige Regelung den Zulassungsausschüssen bei gleichzeitiger Ausdifferenzierung der medizinischen Versorgung bei der bedarfsgerechten Zulassungssteuerung im Weg steht. Um eine exaktere Zulassungssteuerung zu ermöglichen, schwebt ihm vor, Quoten einzuführen. Verhältniszahlen neu für Untergruppen festschreiben will er aber nicht, stattdessen sollen gewisse Prozentsätze – beispielsweise für Kardiologen oder Diabetologen – festgesetzt werden. Vorbild sollen die Vorgaben des Gesetzgebers für die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen sein. „Die Quotierung gibt die Flexibilität, um bei Neubesetzungen den Proporz wiederherzustellen“, sagte Hecken. Er betonte, dass Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband seine Pläne unterstützen. Nun sei noch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) zu überzeugen, mit dem es einen Austausch gebe, das aber eine eher ablehnende Haltung habe. Hecken hofft, das BMG noch zu überzeugen, dann könnte auch eine Vorschrift zu den Unterquoten an ein laufendes Gesetzgebungsverfahren angehängt werden. may

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