ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2017Rainer Maria Rilke (1875 – 1926): Therapie durch Dichtung

KULTUR

Rainer Maria Rilke (1875 – 1926): Therapie durch Dichtung

PP 16, Ausgabe Januar 2017, Seite 39

Krämer, Sandra

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Auf dem Weg zu seinem inneren Gleichgewicht avancierte die Literatur zu einem Medium der eigenen Befreiung. Am 29. Dezember vor 90 Jahren starb der Dichter.

Rainer Maria Rilke 1923 an der Eingangstür zum Chateau de Muzot im schweizerischen Veyras, wo er fünf Jahre lebte. Fotoreproduktion aus: Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Leipzig 1928. Fotos: picture alliance
Rainer Maria Rilke 1923 an der Eingangstür zum Chateau de Muzot im schweizerischen Veyras, wo er fünf Jahre lebte. Fotoreproduktion aus: Lou Andreas-Salomé, Rainer Maria Rilke, Leipzig 1928. Fotos: picture alliance

Gehen Sie in sich. Erforschen Sie den Grund, der Sie schreiben heißt; fragen Sie sich in der stillsten Stunde Ihrer Nacht: Muß ich schreiben? Graben Sie in sich nach einer tiefen Antwort. […]“ (1). Für ihren Adressaten waren Die Briefe an einen jungen Dichter Ratschlag; für ihren Verfasser Selbstvergewisserung. Am 4. Dezember 1875 wurde er als René Maria Rilke in Prag geboren. Die Rolle die ihm zugedacht war: „der Wiedergeborene“.

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Rilkes Mutter weigerte sich, seine Geschlechtszugehörigkeit zu akzeptieren, betrachtete ihn als Ersatz für die zuvor verstorbene Tochter und erzog und kleidete ihn „wie ein kleines Mädchen“ (2). 1885, auf Wunsch des Vaters in das raue Leben der Militär-Unterrealschule St. Pölten entlassen, verbrachte der den Anforderungen einer solchen Ausbildung nicht gewachsene Junge die meiste Zeit „geistig vergrämt“ auf der Krankenstation. Gleichzeitig „entwickelte sich zu jener Zeit der Trieb zu dichten“. Denn nur die Lyrik (Resignation, Die Waise) „verschaffte“ ihm „schon in seinen kindlichen Anfängen Trost“ (3). „Die Bewältigung von fernsten, dunkelsten Kindererinnerungen“ (4) begann im Sommer 1897. Mittels Prosa und Drama (Das Familienfest, Ewald Tragy, Generationen) über krankmachende Mutter-Sohn-Beziehungen in einer von innerer Leere geprägten Kindheit setzte Rilke sich mit der eigenen Biografie auseinander. In der ganzen Konsequenz zeigte sich der eingeleitete Prozess der persönlichen und künstlerischen Selbstfindung des Dichters in dessen Namensänderung: René wurde zu Rainer. „Und das alles geschah, weil ich Dir begegnen durfte, […]“ (5).

Geliebte Lou Andreas-Salomé

Die in Petersburg aufgewachsene Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861–1937), eine der ersten weiblichen Studierenden an der Universität Zürich, NietzscheFreundin und -Biografin, galt aufgrund ihrer Intellektualität, aber vor allem ihrer Liebesaffären in der zeitgenössischen Gesellschaft als schillernde Persönlichkeit. Mit ihrer schriftstellerischen Arbeit ging stets der Versuch einer Bewältigung von Lebensfragen einher. Demnach war sie bestrebt, auch Rilke „auf einen so ganz bestimmten Weg der Gesundheit unermüdlich hin(zuweisen)“ (6), und bestärkte ihn darin, sich vollständig der Kunst zu widmen. Vice versa waren es die persönliche Beziehung zu äußerst begabten, hochsensiblen und psychisch labilen Menschen (zuvor Nietzsche und Rée) und „das Miterleben der Außerordentlichkeit und Seltenheit des Seelenschicksals eines Einzelnen“ (7), die ihr den Weg zur Freud’schen Tiefenpsychologie weisen sollten. Nach ihrer Begegnung brach der 22-Jährige sein Studium in München ab und folgte der Geliebten nach Berlin. Fortan widmeten sie sich gemeinsam kunsthistorischen und philosophischen Studien und der eigenen schriftstellerischen Arbeit. Lou regte ihn an, tagebuchartig seine Beobachtungen und Reflektionen niederzuschreiben (Florenzer Tagebuch, 1898; Schmargendorfer Tagebuch, 1899). Verse und Szenen, Novellen und Skizzen in neuem Stil entstanden sowie die Lou gewidmeten Liebesgedichte (Dir zur Feier, 1897–1900). Die vier Jahre andauernde Liebesbeziehung mit der 15 Jahre älteren Frau war für den „junge(n) Rainer“ – zu diesem Zeitpunkt noch nicht der „zukunftsvoll große Dichter, der er werden sollte“ (8) – ein Befreiungsschlag. Gleichzeitig offenbarte sich die Abhängigkeit Rilkes, der, geprägt von Selbstzweifeln und Sehnsucht, stets auf der Suche war nach emotionalem Halt. Lou fühlte sich zusehends eingeengt und war „damit R. fortging, […] einer Brutalität fähig“ (9). In einem als Letzter Zuruf betitelten Brief kündigte sie ihm die lebenswichtig gewordene Gewohnheit des „Allesmiteinanderteilens“ auf. Gleichzeitig musste er erfahren, dass ihre Bereitschaft, „daß ich immer wieder mich von Dir an Deine Seite zurückziehen ließ“, einem Rat des psychiatrisch erfahrenen Arztes Dr. Pineles geschuldet war, und ausschließlich in therapeutischer Absicht geschah. „Das was Du und ich den ‚Andern‘ in Dir nannten, – diesen bald deprimierten, bald excitirten, einst Allzufurchtsamen, dann Allzuhingerissenen, – das war ein ihm wohlbekannter und unheimlicher Gesell, der das Seelische krankhafte fortführen kann […] in’s Geisteskranke.“ Jedoch: „Ich fühlte: Du würdest genesen, wenn Du nur standhieltest!“ (10)

Titelseite von Rilkes „Das Stunden-Buch“. Buchschmuck von Walter Tiemann. 2. Auflage. Insel-Verlag: Leipzig 1920
Titelseite von Rilkes „Das Stunden-Buch“. Buchschmuck von Walter Tiemann. 2. Auflage. Insel-Verlag: Leipzig 1920

Isolation und Selbstzweifel

„Wie ist es möglich zu leben, wenn doch die Elemente dieses Lebens uns völlig unfaßbar sind? Wenn wir immerfort im Lieben unzulänglich, im Entschließen unsicher und dem Tode gegenüber unfähig sind, […]“ (11). Diese Frage treibt den fiktiven Ich-Erzähler in „Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge“ am Schauplatz Paris um. Am Rande des Existenzminimums, isoliert von seinen Mitmenschen, gequält von Ängsten vor Krankheit sowie Zweifeln an seinen dichterischen Fähigkeiten, sind die vielfältigen Sinneseindrücke der französischen Metropole für ihn kaum zu ertragen. Schreibend versucht sich der hochsensible 28-jährige Malte seiner selbst zu versichern; sucht in Kindheitserinnerungen die Ursachen für seine Verzweiflung, in fremden Biografien nach Deutungsmustern für die eigene Existenz. Doch dieses Selbst, das dem Romanprotagonisten Halt und Orientierung bietet, bleibt stets ein temporäres. Auch sein Schöpfer erkannte: „Nur in den (so seltenen) Arbeitstagen werde ich wirklich, bin, nehme Raum ein wie ein Ding […]. Aber immer wieder, nach solchen Stunden des Eingefügtseins, bin ich der fortgeworfene Stein, der so müßig ist, daß das Gras des Nichtsthuns Zeit hat auf ihm lang zu werden“ (12). Rilke war bereits seit April 1901 mit der Malerin Clara Westhoff (1878–1954) aus der Künstlerkolonie Westerworde verheiratet und Vater einer Tochter. Für seine Weiterentwicklung bedurfte es jedoch einer mit den familiären Bedürfnissen unvereinbaren Form von Einsamkeit. Zudem gelang es ihm nicht, eine Beziehung zu seiner Tochter aufzubauen, und gab unbewusst die Leiderfahrung der eigenen Kindheit, den Schmerz der emotionalen Verlassenheit, an sie weiter. Auch materielle Not belastete und zwang ihn zur Annahme von Auftragsarbeiten. Paris, wo er eine Abhandlung über den Bildhauer Auguste Rodin schrieb, ist ihm „[…] sehr, sehr fremd“, ihn „ängstigen die vielen Hospitäler, […] Heere von Kranken, Armeen von Sterbenden“ (13). Rilkes Sensibilität dem von anderen empfundenen Schmerz gegenüber, das Gefühl, in Mitleidenschaft gezogen zu werden – „Es riß mich aus mir heraus in ihr Leben hinein, […], durch alle ihre beladenen Leben (hindurch)“ (14) – zwang ihn, diese Empathie aus sich herauszustellen und in Dichtung (Buch der Bilder, 1902; Das Stundenbuch III – Das Buch von der Armut und vom Tode, 1905; Neue Gedichte,1907; Malte, 1910) zu verwandeln.

Auf diese Veröffentlichungen folgte bei Rilke, inzwischen als bedeutender Dichter anerkannt, eine jahrelange Schaffenskrise. Sein Zustand, eine alle Lebensbereiche ergreifende Verunsicherung und Unzufriedenheit, war so extrem, dass er 1912 ernsthaft über eine psychoanalytische Behandlung nachdachte und Kontakt mit Viktor Emil Freiherr von Gebsattel aufnahm. Lou Andreas-Salomé, die gerade am Ersten Psychoanalytischen Kongress in Weimar teilgenommen hatte, und sich zur Praktikerin ausbilden ließ, riet ihm jedoch ab. Erkannte sie doch die Gefahr, dass die Therapie zum künstlerischen Verstummen führen würde. Später nahm auch Rilke aus demselben Grunde hiervon Abstand und betrachtete vielmehr seine Dichtung als „eine Art Selbstbehandlung“, auf die er „mit zehn, zwölf Jahren schon […] gekommen“ (15) war. Seine Anstrengungen, einen neuen dichterischen Zugriff auf die Welt zu finden, gipfelten in seinem bedeutendsten lyrischen Werk, das ihn zehn Jahre lang beschäftigten sollte. „Was ich hervorbringen durfte, dazu haben alle Elemente meines Daseins […] in unbeschreiblicher Gleichgesinnheit zusammengewirkt; Geist, Körper, Seele – […] und die Leistung ergab sich jedesmal an einem geheimnisvollen Höhepunkt ihrer Eintracht“ (16). An die Stelle der düsteren Grundstimmung vergangener Jahre trat bei Rilke ein nie gekanntes Glücksgefühl, eine neue Anschauung auf die Welt mit dem Ziel, das Leben zu bejahen, die Welt zu rühmen. In den Duineser Elegien fand er Antwort auf die Frage, warum das Leben des Menschen sinnvoll und wertvoll sei: nicht weil es immer glücklich, aber immer einzigartig ist – „Hiersein ist herrlich.“ (17)

Sandra Krämer

1.
Brief an Franz Xaver Kappus vom 12. August 1904. In: Nalewski H (Hg.): Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1, 1896–1919; 100. Der Briefwechsel zwischen Rilke und ihm, einem Zögling der Militärakademie Wiener Neustadt, der ihn um die Begutachtung einiger Gedichte gebeten hatte, erstreckte sich mit Unterbrechungen von 1903 bis 1908. In ihnen thematisierte Rilke seine eigene Lebensanschauung. 1929 wurden die Briefe unter dem im Text genannten Titel veröffentlicht.
2.
Brief an Ellen Key vom 3. April 1903. In: Fiedler T (Hg.): Rainer Maria Rilke – Ellen Key. Briefwechsel. Mit Briefen von und an Clara Rilke-Westhoff. Frankfurt a. M. 1993; 24.
3.
Brief an Valerie (Vally) von David-Rhonfeld vom 4. November 1894. In: Schnack, I: Rainer Maria Rilke. Chronik seines Lebens und Werkes. Frankfurt a. M. 1996; 28.
4.
Brief an Lou Andreas-Salomé vom 29. Juni. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 339.
5.
Brief an Lou Andreas-Salomé vom 13. November 1903. In: Ebd.; 124 ff.
6.
Brief von Lou Andreas-Salomé am 26. Februar 1901. In: Ebd.; 54.
7.
Pfeiffer E (Hg.): Lou Andreas-Salomé. Lebensrückblick. Grundriss einiger Lebenserinnerungen. Aus dem Nachlass herausgegeben. Zürich u. a. 1952; 151.
8.
Ebd.; 114.
9.
Tagebuch vom 17. Januar 1901. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 51.
10.
Brief von Lou Andreas-Salome am 26. Februar 1901. In: Ebd.; 54.
11.
Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Roman (1910).
12.
Brief an Lou Andreas-Salomé am 13. November 1903. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 124ff.
13.
Brief an Clara Westhoff vom 31. August 1902. In: Nalewski H (Hg.): Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1; 126.
14.
Brief an Lou Andreas-Salome vom 1. Juli 1903. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 228.
15.
Brief an Emil Freiherr von Gebsattel vom 14. Januar 1912. In: Nalewski H: Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1; 216. „Du begreifst, daß der Gedanke, eine Analyse durchzumachen, mir ab und zu aufsteigt; zwar ist mir, was ich von Freuds Schriften kenne, unsympathisch und stellenweise haarsträubend; aber die Sache selbst, die mit ihm durchgeht, hat ihre echten und starken Seiten … Etwas wie eine desinfizierte Seele kommt dabei heraus, ein Unding, ein Lebendiges, roth korrigiert, wie die Seite in einem Schulheft“ schrieb Rilke am 20. Januar 1912 an Lou Andreas-Salomé. Bereits vier Tage später war er überzeugt: „Ich weiß jetzt, daß die Analyse für mich nur Sinn hätte, wenn der merkwürdige Hintergedanke, nicht mehr zu schreiben, den ich vor Beendigung des Malte öfters als eine Art Erleichterung vor die Nase hängte, mir wirklich ernst wäre. Dann dürfte man sich die Teufel austreiben lassen, da sie ja im Bürgerlichen wirklich nur störend und peinlich sind, und gehen die Engel mit aus, so müßte man das als Vereinfachung auffassen und sich sagen, daß sie ja in jenem neuen nächsten Beruf (welchem?) sicher nicht in Verwendung kämen.“ (In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 250 und 252.
16.
Brief an Nanny Wunderly-Volkart vom
8. Februar 1924. In: Lück R (Hg.): Rainer Maria Rilke. Briefe an Nanny Wunderly-Volkart. 2 Bände. Frankfurt a. M. 1977. Bd. 2; 966.
17.
Die Duineser Elegien, eine Sammlung von zehn Elegien entstand zwischen 1912 und 1922. Hier: Siebte Elegie. Sein Gedicht mit dem programmatischen Titel Wendung im Juni 1914 hatte zuvor den Umbruch in Rilkes dichterischem Schaffen und seiner Lebensanschauung eingeleitet.

Gesamtdarstellungen: Freedman R: Rainer Maria Rilke. Band 1: Der junge Dichter 1875–1906. Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Frankfurt a. M. u. a. 2001/Ders.: Rainer Maria Rilke. Band 2: Der Meister 1906–1926. Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Frankfurt
a. M. u. a. 2002/Martens G, Post-Martens A: Rainer Maria Rilke. Reinbek b. Hamburg 2008/ Nalewski H (Hg.): Rilke. Leben, Werk und Zeit in Texten und Bildern. Frankfurt a. M. u. a. 1992 / Schank St: Rainer Maria Rilke. München 1998.
1. Brief an Franz Xaver Kappus vom 12. August 1904. In: Nalewski H (Hg.): Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1, 1896–1919; 100. Der Briefwechsel zwischen Rilke und ihm, einem Zögling der Militärakademie Wiener Neustadt, der ihn um die Begutachtung einiger Gedichte gebeten hatte, erstreckte sich mit Unterbrechungen von 1903 bis 1908. In ihnen thematisierte Rilke seine eigene Lebensanschauung. 1929 wurden die Briefe unter dem im Text genannten Titel veröffentlicht.
2. Brief an Ellen Key vom 3. April 1903. In: Fiedler T (Hg.): Rainer Maria Rilke – Ellen Key. Briefwechsel. Mit Briefen von und an Clara Rilke-Westhoff. Frankfurt a. M. 1993; 24.
3. Brief an Valerie (Vally) von David-Rhonfeld vom 4. November 1894. In: Schnack, I: Rainer Maria Rilke. Chronik seines Lebens und Werkes. Frankfurt a. M. 1996; 28.
4. Brief an Lou Andreas-Salomé vom 29. Juni. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 339.
5. Brief an Lou Andreas-Salomé vom 13. November 1903. In: Ebd.; 124 ff.
6. Brief von Lou Andreas-Salomé am 26. Februar 1901. In: Ebd.; 54.
7. Pfeiffer E (Hg.): Lou Andreas-Salomé. Lebensrückblick. Grundriss einiger Lebenserinnerungen. Aus dem Nachlass herausgegeben. Zürich u. a. 1952; 151.
8. Ebd.; 114.
9. Tagebuch vom 17. Januar 1901. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 51.
10. Brief von Lou Andreas-Salome am 26. Februar 1901. In: Ebd.; 54.
11. Rainer Maria Rilke: Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge. Roman (1910).
12. Brief an Lou Andreas-Salomé am 13. November 1903. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 124ff.
13. Brief an Clara Westhoff vom 31. August 1902. In: Nalewski H (Hg.): Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1; 126.
14.Brief an Lou Andreas-Salome vom 1. Juli 1903. In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 228.
15.Brief an Emil Freiherr von Gebsattel vom 14. Januar 1912. In: Nalewski H: Briefe in zwei Bänden. Frankfurt a. M. u. a. 1991. Bd. 1; 216. „Du begreifst, daß der Gedanke, eine Analyse durchzumachen, mir ab und zu aufsteigt; zwar ist mir, was ich von Freuds Schriften kenne, unsympathisch und stellenweise haarsträubend; aber die Sache selbst, die mit ihm durchgeht, hat ihre echten und starken Seiten … Etwas wie eine desinfizierte Seele kommt dabei heraus, ein Unding, ein Lebendiges, roth korrigiert, wie die Seite in einem Schulheft“ schrieb Rilke am 20. Januar 1912 an Lou Andreas-Salomé. Bereits vier Tage später war er überzeugt: „Ich weiß jetzt, daß die Analyse für mich nur Sinn hätte, wenn der merkwürdige Hintergedanke, nicht mehr zu schreiben, den ich vor Beendigung des Malte öfters als eine Art Erleichterung vor die Nase hängte, mir wirklich ernst wäre. Dann dürfte man sich die Teufel austreiben lassen, da sie ja im Bürgerlichen wirklich nur störend und peinlich sind, und gehen die Engel mit aus, so müßte man das als Vereinfachung auffassen und sich sagen, daß sie ja in jenem neuen nächsten Beruf (welchem?) sicher nicht in Verwendung kämen.“ (In: Pfeiffer E (Hg.): Rainer Maria Rilke – Lou Andreas-Salomé. Briefwechsel. Frankfurt a. M. 1989 [1952]; 250 und 252.
16.Brief an Nanny Wunderly-Volkart vom
8. Februar 1924. In: Lück R (Hg.): Rainer Maria Rilke. Briefe an Nanny Wunderly-Volkart. 2 Bände. Frankfurt a. M. 1977. Bd. 2; 966.
17.Die Duineser Elegien, eine Sammlung von zehn Elegien entstand zwischen 1912 und 1922. Hier: Siebte Elegie. Sein Gedicht mit dem programmatischen Titel Wendung im Juni 1914 hatte zuvor den Umbruch in Rilkes dichterischem Schaffen und seiner Lebensanschauung eingeleitet.

Gesamtdarstellungen: Freedman R: Rainer Maria Rilke. Band 1: Der junge Dichter 1875–1906. Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Frankfurt a. M. u. a. 2001/Ders.: Rainer Maria Rilke. Band 2: Der Meister 1906–1926. Aus dem Amerikanischen von Curdin Ebneter. Frankfurt
a. M. u. a. 2002/Martens G, Post-Martens A: Rainer Maria Rilke. Reinbek b. Hamburg 2008/ Nalewski H (Hg.): Rilke. Leben, Werk und Zeit in Texten und Bildern. Frankfurt a. M. u. a. 1992 / Schank St: Rainer Maria Rilke. München 1998.

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