ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Transplantationsmedizin: Bundesregierung legt Abschlussbericht vor

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Transplantationsmedizin: Bundesregierung legt Abschlussbericht vor

Dtsch Arztebl 2017; 114(4): A-144 / B-130 / C-130

Richter-Kuhlmann, Eva

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Der nach den Transplantationsskandalen 2012 und 2013 eingeleitete Reformprozess in der Transplantationsmedizin sowie die strukturellen Veränderungen im Transplantationswesen wirken. Zu diesem Fazit kommt der dritte – und vorerst letzte – Bericht der Bundesregierung über den „Fortgang der eingeleiteten Reformprozesse, mögliche Missstände und sonstige aktuelle Entwicklungen in der Transplantationsmedizin“.

Beim Erkennen möglicher Spender gibt es laut Report Nachholbedarf bei den Entnahmekrankenhäusern. Foto: picture alliance
Beim Erkennen möglicher Spender gibt es laut Report Nachholbedarf bei den Entnahmekrankenhäusern. Foto: picture alliance

Besonderes Augenmerk legt der Report auf Verstöße und Unregelmäßigkeiten an den Transplantationszentren. Er weist zudem auf systemimmanente und künftige strukturelle Herausforderungen hin. Konkret benannt werden dabei Entnahmekrankenhäuser, die eventuell zu der anhaltend geringen Zahl von Organspendern beitragen.

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So sieht der Bericht vor allem beim Identifizieren möglicher Spender in den Entnahmekrankenhäusern erhebliches Potenzial. Unterstützungsangebote müssten von den Entnahmekliniken verstärkt in Anspruch genommen werden. Außerdem sei es notwendig, dass die für die Finanzierung der Transplantationsbeauftragten bereitgestellten Mittel ausschließlich zur Förderung der Organspende eingesetzt würden.

Auch mehr als ein Jahr nach Inkrafttreten der Vierten Fortschreibung der Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) zur Feststellung des irreversiblen Hirnfunktionsausfalls würden noch Anwendungsschwierigkeiten in der Praxis auftreten, stellt der Bericht fest. Die aktuelle Evaluation unter Einbeziehung aller Beteiligten sei daher zu begrüßen. ER

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