ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Gender-Medizin: Optimieren und straffen
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Die politische Botschaft hinter dem Artikel ... ist gehört – und ihr sei zugestimmt, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern vielfältiger sind, als es bisher Berücksichtigung fand.

Deutlich zurückgewiesen werden muss allerdings die (bei solchen Gelegenheiten immer wieder hervorgeholte) Forderung, zusätzliche Inhalte in das Medizinstudium aufzunehmen. Das Studium der Medizin ist schon jetzt vollkommen überfrachtet – unter anderem, weil jede enttäuschte Erwartung an die Ärzte in der Regel undifferenziert mit dem Ruf nach zusätzlichen Studiumsinhalten beantwortet wird.

Um beim konkreten Beispiel zu bleiben, so geht es darum, Inhalte der vorhandenen Lehre bezüglich der Geschlechterperspektive anzupassen und neu auszurichten – aber sicher nicht um noch mehr Stunden, noch mehr Stoff, noch mehr Work-Load für die Studierenden auf dem Weg zur Eier legenden Wollmilchsau der Medizin. Und wenn das nicht reicht, dann ist mit der Forderung nach neuen Inhalten auch ein konkreter Vorschlag zu machen, was dafür rausfallen kann. Denn Optimierungs- und Straffungsmöglichkeiten bietet der heutige Lehrkatalog
sicherlich.

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Zuletzt: Nicht alles, was ein Arzt wissen muss, muss zur Approbation gelehrt sein. Die fachärztliche Weiterbildung bietet noch viele Jahre für spannende Aspekte des Menschen. Besonderheiten der Geschlechter wären ein interessanter Gegenaspekt zum Zählen von Eingriffen und Untersuchungen.

Markus Wedemeyer, 27578 Bremerhaven

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