ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Gemeinsamer Bundesausschuss: Rund 200 neue Arzneimittel bewertet

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Gemeinsamer Bundesausschuss: Rund 200 neue Arzneimittel bewertet

afp; Beerheide, Rebecca

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Sechs Jahre nach Einführung der frühen Nutzenbewertung für neue Arzneimittel hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) mehr als 200 Bewertungsverfahren abgeschlossen. Das hat das Gremium mitgeteilt. Demnach wurde in rund jedem zweiten Fall (57 Prozent) ein Vorteil des neuen Wirkstoffs gegenüber vergleichbaren Therapien festgestellt. Konkret wurde in 22 Prozent der Fälle ein „beträchtlicher Zusatznutzen“ festgestellt. Im Bereich der Krebsmedikamente waren dies sogar 36 Prozent.

In 22 Prozent der Fälle bescheinigte der Gemeinsame Bundesausschuss neuen Arzneimitteln einen beträchtlichen Zusatznutzen. Foto: 123RF/tycoon751
In 22 Prozent der Fälle bescheinigte der Gemeinsame Bundesausschuss neuen Arzneimitteln einen beträchtlichen Zusatznutzen. Foto: 123RF/tycoon751

Ein geringer Zusatznutzen zeigte sich demnach bei 18 Prozent der neuen Arzneien. 16 Prozent der Wirkstoffe gingen mit positiver Nutzenbewertung in die Statistik ein, wenngleich ein Zusatznutzen „nicht quantifizierbar“ war. Oft kann ein Zusatznutzen nicht für das gesamte Anwendungsgebiet, sondern nur für bestimmte Patientengruppen ausgesprochen werden. Die Ergebnisse dienten aber nicht nur als Basis für die dann auszuhandelnden Erstattungsbeträge, sondern auch „als wertvolle Informationsquelle für Therapieentscheidungen“, erklärte GBA-Chef Prof. Josef Hecken. Außerdem hat der G-BA bisher 788 Beratungsverfahren zu Studien und Dossiers der Pharmaunternehmen durchgeführt, davon 102 mit Beteiligung des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte und dem Paul-Ehrlich-Insitut. Bei 73 Verfahren wurde die europäische zentrale Zulassungsagentur EMA hinzugezogen. afp/bee

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