ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Kaiserschnitt: Ministerium unterstützt Arbeit an S3-Leitlinie

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Kaiserschnitt: Ministerium unterstützt Arbeit an S3-Leitlinie

Dtsch Arztebl 2017; 114(4): A-142

Hillienhof, Arne

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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bringt sich in die Arbeit für eine kommende S3-Seitlinie zum Kaiserschnitt ein. Dazu hat es die Ergebnisse von vier Studien vorgestellt, die das Ministerium mit 150 000 Euro unterstützt hat. Die Studien beziehen sich auf wichtige Versorgungsfragen im Zusammenhang mit der Geburt durch Kaiserschnitt.

Der Kaiserschnitt gehört zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Foto: dpa
Der Kaiserschnitt gehört zu den häufigsten Eingriffen in Deutschland. Foto: dpa

„Kaiserschnitte sollten nur dann vorgenommen werden, wenn sie medizinisch auch wirklich notwendig sind. Wichtig ist jetzt, dass die zuständigen Fachgesellschaften eine hochwertige Leitlinie erarbeiten, damit künftig Entscheidungen für oder gegen einen Kaiserschnitt auf einer noch besseren wissenschaftlichen Grundlage erfolgen können“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU). Er betonte, im Zentrum müsse stets der Schutz von Mutter und Kind stehen. Seit Beginn der statistischen Erfassung der Kaiserschnittgeburten in Deutschland 1991 hat sich ihr prozentualer Anteil an der Gesamtzahl der Geburten mehr als verdoppelt: Waren 1991 noch 15,3 Prozent aller Geburten Sektioentbindungen, kam 2015 fast jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt (31,1 Prozent). Die S3-Leitlinie „Die Sectio caesarea“ ist bei der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften angemeldet und soll Ende März 2017 ver-öffentlicht werden. hil

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