ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Friedemann Schmidt: Apothekerpräsident in schwierigen Zeiten

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Friedemann Schmidt: Apothekerpräsident in schwierigen Zeiten

Dtsch Arztebl 2017; 114(4): A-177 / B-159 / C-159

Korzilius, Heike

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Friedemann Schmidt, Foto: ABDA
Friedemann Schmidt, Foto: ABDA

Friedemann Schmidt (52) steht für weitere vier Jahre an der Spitze der ABDA – Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände. Deren Mitgliederversammlung wählte den Leipziger Apotheker im Dezember mit 97 Prozent der Stimmen zum zweiten Mal zu ihrem Präsidenten. Noch im September war mit einem derart deutlichen Ergebnis nicht zu rechnen. Denn der Präsident der Hamburger Apothekerkammer, Kai-Peter Siemsen, hatte damals – für die Apotheker höchst ungewöhnlich – seine Gegenkandidatur angekündigt. Die Begründung: Die Distanz der „Berliner Funktionäre“ zu den Mitgliedsorganisationen und den Apothekern an der Basis müsse kleiner werden.

Doch angesichts eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs im Oktober zog Siemsen seine Kandidatur zurück. Das Gericht hatte entschieden, dass sich ausländische Versandapotheken nicht an die in Deutschland geltende Preisbindung für rezeptpflichtige Arzneimittel halten müssen. Um die daraus resultierenden Gefahren für die Apotheken in Deutschland abzuwehren, brauche es eine geschlossene Front, meinte Siemsen.

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Das Urteil dürfte auch Schmidts zweite Amtszeit prägen. Er warnt seither vor einer extremen Schieflage im Wettbewerb zulasten der Apotheker in Deutschland und setzt sich vehement für ein Verbot des Versandhandels mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln ein. Schmidt ist ein Medienprofi, der als Studioexperte und zuweilen als Moderator für Gesundheitssendungen im Fernsehen gearbeitet hat. Heike Korzilius

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