ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2017Pflege: Zahl der Bedürftigen steigt weiter

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Pflege: Zahl der Bedürftigen steigt weiter

Dtsch Arztebl 2017; 114(4): A-142

afp; dpa

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In Deutschland gibt es immer mehr Pflegebedürftige. Im Dezember 2015 waren 2,86 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen. Das sind etwa neun Prozent mehr als zwei Jahre zuvor, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte. Etwa drei Viertel aller Pflegebedürftigen wurden demnach zu Hause versorgt, die meisten davon allein von Angehörigen. Bei rund 692 000 der Menschen, die zu Hause gepflegt wurden, geschah das mithilfe ambulanter Pflegedienste.

Mehr Menschen wurden 2015 zu Hause gepflegt. Foto: dpa
Mehr Menschen wurden 2015 zu Hause gepflegt. Foto: dpa

Gut ein Viertel der Pflegebedürftigen lebte in Pflegeheimen. Im Vergleich zu 2013 stieg die Zahl der in Heimen vollstationär betreuten Menschen eher unterdurchschnittlich um 2,5 Prozent. Im Vergleich zu 2001 sind es allerdings ein Drittel mehr. Deutlich zugenommen hat die Pflege zu Hause. Sie stieg 11,6 Prozent zwischen 2013 und 2015. Etwa 1,2 Millionen wiesen Destatis zufolge eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz auf. Dies betrifft vor allem Demenzkranke, Menschen mit geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen. Mit der Einführung eines neuen Begutachtungssystems bei der Einstufung in der Pflege zu Jahresbeginn wurde die Situation für diese Menschen verbessert. Bei der Begutachtung sollen körperliche und geistige Defizite berücksichtigt werden. afp/dpa

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