ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2017Strategiepapier: CDU sieht Nachholbedarf bei Auswertung digitaler Gesundheitsdaten

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Strategiepapier: CDU sieht Nachholbedarf bei Auswertung digitaler Gesundheitsdaten

Dtsch Arztebl 2017; 114(5): A-202 / B-180 / C-180

Hillienhof, Arne

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Forschungs-, Versorgungs- und klinische Daten müssen mit medizinischem Wissen verknüpft werden, so die Union. Foto: wklzzz
Forschungs-, Versorgungs- und klinische Daten müssen mit medizinischem Wissen verknüpft werden, so die Union. Foto: wklzzz

Wohin die Digitalisierung im Gesundheitswesen sich entwickeln soll, beschreibt der Bundesfachausschuss Gesundheit und Pflege der CDU in einem neuen Strategiepapier gemeinsam mit dem Netzwerk Digitalisierung. „Digitalisierung heißt bessere medizinische Versorgung“, lautet ein darin formuliertes Credo. Dabei gehe es nicht nur um neue Technologien, sondern auch und besonders um elementare Maßnahmen zur Verbesserung von Prävention und Versorgung. Ärzte sollen wieder mehr Zeit für die Patientenbetreuung bekommen. Ziel sei es, „innerhalb der nächsten fünf Jahre den bürokratischen Aufwand im Gesundheitssystem zu senken“, schreiben die Autoren. „Digitalisierung heißt auch neue Therapiemöglichkeiten“, lautet eine zweite Grundannahme des Papiers. Anstatt wie bisher oftmals nur die Symptome einer Erkrankung zu behandeln, werde es dank neuartiger Biotechtherapien zunehmend zielgerichtete Behandlungsstrategien geben, die direkt die Krankheitsursachen angehen könnten. So werde der Weg frei für eine personalisierte Medizin, die individuell abgestimmte Therapien ermögliche.

Allerdings hat Deutschland laut CDU Nachholbedarf bei der dafür nötigen Auswertung der riesigen Mengen digitaler Gesundheitsdaten („Big Data“). Die Union plädiert für eine „intelligente Verknüpfung“ von Forschungs-, Versorgungs- und klinischen Daten mit medizinischen Informationen und medizinischem Wissen. Wichtig sind der CDU auch die Themen Selbstbestimmungsrecht des Patienten und Gesundheits-Apps. Letztere müssten „als Medizinprodukte zertifiziert“ werden, hieß es. hil

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