ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2017Sektorenübergreifende Versorgung: Prüfer-Storcks will Grenzen aufheben

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Sektorenübergreifende Versorgung: Prüfer-Storcks will Grenzen aufheben

Dtsch Arztebl 2017; 114(5): A-199 / B-179 / C-179

Osterloh, Falk

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Cornelia Prüfer-Storcks stellt die bisherigen Vergütungssysteme infrage. Foto: dpa
Cornelia Prüfer-Storcks stellt die bisherigen Vergütungssysteme infrage. Foto: dpa

Die Gesundheitssenatorin von Hamburg, Cornelia Prüfer-Storcks (SPD), hat sich dafür ausgesprochen, die Grenzen zwischen dem ambulanten und dem stationären Sektor aufzuheben. „Wir brauchen ein völlig anderes Vergütungssystem. Gleiches muss gleich bezahlt werden“, sagte sie auf einem Kongress des Bundesverbands Managed Care. „Wir müssen davon wegkommen, dass die sektorenübergreifende Versorgung ein mühsam ausgehandeltes Ausnahmemodell ist, und wir müssen dahin kommen, dass sie zum Regelfall wird.“ Dafür müssten der ambulante und der stationäre Bereich, aber auch Pflege oder Rehabilitation in jeder Hinsicht die gleiche Sprache sprechen: bei der Kodierung, der Qualitätssicherung, der Bedarfsplanung, der Sicherstellung und der Honorierung. „Das wird eine ganz große Baustelle werden“, meinte Prüfer-Storcks. Zudem bedürfe es eines neuen Systems der ambulanten Vergütung. Weder der Einheitliche Bewertungsmaßstab noch die Gebührenordnung für Ärzte seien zukunftsträchtig. Prüfer-Storcks sprach sich für eine stärkere morbiditätsabhängige Honorierung aus. Dabei „sollten wir uns gerade im hausärztlichen Bereich stärker an Pauschalen orientieren“. Sie befürwortete eine kontaktunabhängige Vergütung sowie Anreize für bestimmte Leistungen durch eine Extrahonorierung. Bei Hausärzten müssten auch koordinierende Aufgaben bezahlt werden. fos

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