ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2017Pflege: Laumann für bessere Arbeitsbedingungen

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Pflege: Laumann für bessere Arbeitsbedingungen

Dtsch Arztebl 2017; 114(5): A-200

Hillienhof, Arne

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Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), hat sich zum wiederholten Mal für attraktivere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte starkgemacht. Dazu gehören für ihn vor allem flächendeckend faire Löhne, die Reduzierung unfreiwilliger Teilzeitbeschäftigungen sowie die Entbürokratisierung der Pflegedokumentation. Das schreibt der Staatssekretär im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium in einem Brief an die bundesweit rund 27 000 ambulanten und stationären Einrichtungen in Deutschland.

„Gerade in den ostdeutschen Bundesländern arbeiten viele Pflegekräfte nur deshalb in Teilzeit, weil sie keine Vollzeitstelle finden“, erklärte Laumann. Das dritte Pflegestärkungsgesetz ermögliche Einrichtungs- und Kostenträgern den Abschluss von Gesamtversorgungsverträgen und somit mehr Flexibilität für mitarbeiterorientierte Arbeitszeitmodelle, ergänzte er. hil

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Cramerc
am Montag, 6. Februar 2017, 12:07

Viele Halbtagsstellen wegen billiger Überstunden

Ein kritischer Punkt ist meines Erachtens, dass Überstunden billiger für den Arbeitgeber sind als normale Stunden, da z.B. keine Rentenbeiträge dafür gezahlt werden müssen. Eine Bekannte ist Altenpflegerin mit einer halben Stelle. Sie würde gerne 20 Stunden arbeiten, wird aber voll (40 Stunden) eingesetzt. Das ist für den Arbeitgeber deutlich billiger als eine zweite Halbtagskraft (oder eine in Vollzeit) einzustellen, da die Sozialabgaben für Überstunden sehr viel günstiger sind. Auf ihre Beschwerde hin wurde gesagt, sie könne ja gehen, wenn es ihr nicht passe. Da ihr 40 Stunden zu viel sind und die Arbeitgeber wohl regelmäßig so reagieren, arbeitet sie im Moment gar nicht.
Wenn Überstunden also bezüglich der Abgaben regulärer Arbeit gleichgestellt würden, sollten sich so viele Stellen schaffen lassen, sowohl halbtags als auch ganztags.
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