ArchivDeutsches Ärzteblatt33/1999Sommer, Winter, Fußball, Schach

VARIA: Schlusspunkt

Sommer, Winter, Fußball, Schach

Pfleger, Helmut

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LNSLNS Die Welt ist durcheinander - wen wundert’s, daß da auch Fußball und Schach aus der Reihe tanzen.
Beim Schach kräht aus jeder Ecke ein anderer, der eigentliche oder rechtmäßige Weltmeister zu sein, bis zum
durchgeknallten Bobby Fischer in seinem Budapester Versteck, beim Fußball dümpeln die einst so glorreichen 1.
FC Köln und 1. FC Nürnberg in der zweiten Liga herum. Man mag dies noch zu den Wechselfällen des Lebens
oder Gottes unerklärlichen Ratschlüssen zählen, so ist das folgende planmäßig menschengemacht. Wenn
sommers selbst hier schon mal die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelt, ist nirgendwo mehr ein nacktes
Fußballerbein zu sehen - ein großes Schild "Sommerpause" versperrt den Eingang zu jedem Fußballstadion,
winters hingegen tummeln sich bei anheimelndem Frost Spieler und Zuschauer dortselbst. Umgekehrt beim
Schach. Dieses von den Göttern für lange Winterabende ersonnene Spiel hat in diesen Tagen Hochkonjunktur.
Gerade erst sind die beiden großen Schachereignisse Deutschlands in Frankfurt und Dortmund, unter Beteiligung
von Kasparow, Karpow, Judit Polgar und wie sie alle heißen mögen, zu Ende gegangen, schon läuft die FIDEWM in Las Vegas. Zum guten Schluß sind die Schachspieler im Zockerparadies gelandet und ermitteln im
K-o.-Rhythmus ihren neuen offiziellen Weltmeister, während der Herr Kasparow im fernen Moskau sarkastische
Bosheiten abfeuert. Doch auch hierzulande steht in Bälde noch ein Highlight an.
Am 15. August wird in Köln der alljährliche WDR-Fernsehpreis ausgespielt. Dabei spielt der aktuelle deutsche
Meister Jörg Hickl gegen den Besten in deutschen Breiten, Artur Jussupow. Letzterer verliert recht selten, und
einmal gelang ihm sogar das Kunststück, daß sein Gegner aufgab, als jener ihn hätte matt setzen können.

In dieser Stellung gab Weiß auf, weil das Endspiel nach Damentausch verloren ist, bei einem Wegzug der
weißen Dame hingegen 1. ... Df1+ matt setzt. Dabei hätte Weiß mit einer glänzenden Kombination die
eingeklemmte Lage des schwarzen Königs ausnutzen und sogar selbst matt setzen können. Wie?



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