ArchivDeutsches Ärzteblatt PP2/2017Übergriffe auf Rettungskräfte: Gröhe fordert „gesellschaftliche Ächtung“

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Übergriffe auf Rettungskräfte: Gröhe fordert „gesellschaftliche Ächtung“

PP 16, Ausgabe Februar 2017, Seite 53

Maybaum, Thorsten

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Null Toleranz für Übergriffe auf Rettungskräfte, Ärzte und Helfer hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) auf dem Neujahrsempfang der deutschen Ärzteschaft gefordert. Der Minister zeigte sich empört, dass Gewalt gegen helfende Hände zunimmt. „Wir sehen in den letzten Jahren eine steigende Tendenz solcher Gewalttaten“, sagte er. Die Täter hätten „nicht nur die ganze Härte des Rechtsstaates, sondern auch eine klare, gesellschaftliche Ächtung verdient“. Der Minister erinnerte zudem an den Terroranschlag vom Breitscheidplatz, dem kürzlich auch der Bundestag gedachte. Zwölf Menschen verloren dabei ihr Leben, fast 50 wurden schwer verletzt. Die meisten konnten die Krankenhäuser, in denen sie behandelt wurden, verlassen. Gröhe betonte, er sei dankbar, dass Ärzte, Pfleger und Rettungskräfte allesamt mehr getan hätten als ihre Pflicht.

Im Gespräch: Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Hermann Gröhe, Dr. med. Andreas Gassen. Foto: Georg J. Lopata
Im Gespräch: Prof. Dr. med. Frank Ulrich Montgomery, Hermann Gröhe, Dr. med. Andreas Gassen. Foto: Georg J. Lopata

In Bezug auf das Selbst­verwaltungs­stärkungs­gesetz machte Gröhe deutlich, grundsätzlich an der Reform festzuhalten. Er denke, es sei klug, Transparenz und Kontrolle in den Reihen der Selbstverwaltung zu stärken, sagte er. Die Grenze zur Fachaufsicht solle nicht überschritten werden. „Es bleibt bei der Rechtsaufsicht“, betonte der Minister. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. med. Andreas Gassen, betonte hingegen, man benötige das Gesetz nicht. may

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