ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2017Patientenberatung: Praxisleitfaden für die Patientenkommunikation entwickelt

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Patientenberatung: Praxisleitfaden für die Patientenkommunikation entwickelt

Hillienhof, Arne

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Einen Leitfaden für gute Patientenkommunikation hat die Universität Bielefeld zusammengestellt. Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat das Projekt und die daraus entstandene Broschüre gefördert.

24 Methoden zur Kommunikation werden in dem Leitfaden vorgestellt (http://d.aerzteblatt.de/SE91).
24 Methoden zur Kommunikation werden in dem Leitfaden vorgestellt (http://d.aerzteblatt.de/SE91).
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„Patienten müssen wissen, auf welche medizinischen Maßnahmen sie sich einlassen“, erläuterte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD). Nur so könnten sie selbstbestimmt mitentscheiden und nur so komme nach geltendem Recht ein wirksamer Behandlungsvertrag zustande. „Dafür braucht es Kommunikation auf Augenhöhe und insbesondere bei den Behandelnden das Ziel, sich ihren Patienten gegenüber verständlich zu machen“, so Maas. „Oftmals reden Mediziner oder Berater über den Kopf der Ratsuchenden hinweg. Die neue Broschüre soll professionelle Helfer auf dieses Problem aufmerksam machen und sie unterstützen, Gesundheitsthemen verständlich zu erläutern“, sagte Prof. Dr. phil. Doris Schaeffer von der Universität Bielefeld. Ihre Arbeitsgruppe stellt in der Broschüre 24 Kommunikationsmethoden vor, zum Beispiel „Chunk and check“ – damit werden Informationen häppchenweise statt in einem Stück erläutert. Auch das Konzept „Einfache Sprache“ findet sich in der Broschüre. Es liefert Vorschläge, um Fachsprache zu vereinfachen. Mithilfe der „Motivierenden Gesprächsführung“ sollen Patienten unterstützt werden, sich gesundheitsbewusster zu verhalten. Laut Schaeffer steigt die Gesundheitskompetenz dann, wenn Menschen dazu befähigt werden, Gesundheitsinformationen zu finden, zu verstehen und anzuwenden. Die Broschüre richtet sich an Ärzte, Kassen, Selbsthilfe und Verbraucherberatung. hil

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