MEDIZIN: Originalarbeit

Determinanten der Lebensqualität und Erwerbsfähigkeit nach Lungenversagen

Ein systematisches Review

Determinants of quality of life and return to work following acute respiratory distress syndrome — a systematic review

Dtsch Arztebl Int 2017; 114(7): 103-9; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0103

Dodoo-Schittko, Frank; Brandstetter, Susanne; Blecha, Sebastian; Thomann-Hackner, Kathrin; Brandl, Magdalena; Knüttel, Helge; Bein, Thomas; Apfelbacher, Christian

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Hintergrund: Das akute Lungenversagen des Erwachsenen (ARDS, „acute respiratory distress syndrome“) resultiert aus einer pulmonal oder extrapulmonal bedingten Schädigung des Lungenparenchyms. Die Betroffenen leiden oft unter einer eingeschränkten gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL, „health related quality of life“), psychischen und physischen Einschränkungen sowie andauernder Arbeitsunfähigkeit.

Methode: Diese systematische Übersichtsarbeit untersucht die Literatur im Hinblick auf Determinanten von HRQoL und des Wiedereintritts in das Berufsleben (RtW, „return to work“). 24 Beobachtungsstudien mit einer statistischen Assoziation zwischen Determinanten und HRQoL oder RtW wurden eingeschlossen. Wegen der hohen Heterogenität der Studien wurde auf eine statistische Aggregation der einzelnen Effektschätzer verzichtet; die Ergebnisse wurden deskriptiv zusammengefasst.

Ergebnisse: Insbesondere eine psychopathologische Symptomatik ist mit eingeschränkter Lebensqualität verbunden. Hingegen fanden sich bei vielen versorgungs- und krankheitsbezogenen Determinanten kleine, nichtsignifikante Effekte auf HRQoL und RtW. Die Ein-Sekunden-Kapazität ist durchweg positiv mit der HRQoL assoziiert. Ein durch Sepsis ausgelöstes ARDS scheint im Vergleich zum ARDS anderer Genese ein Risikofaktor für eine verminderte HRQoL zu sein. Hohe Heterogenität zwischen den Studien und ein durchgängig hohes Risiko eines Selektionsbias erschweren eine Evidenzsynthese erheblich.

Schlussfolgerung: Die Identifikation von Determinanten eingeschränkter Lebensqualität nach ARDS ist wesentlich für klinisch relevante Interventionsmöglichkeiten. Über verschiedene Studien hinweg wurden größere signifikante Effekte nur dann beobachtet, wenn Determinanten mit engem inhaltlichem Bezug zu den Skalen der HRQoL-Instrumente auch zeitlich zusammen mit der HRQoL gemessen wurden.

Beim akuten schweren Lungenversagen des Erwachsenen (ARDS, „acute respiratory distress syndrome“) handelt es sich um eine lebensbedrohliche Schädigung der Lunge. Als wichtigster Risikofaktor für ARDS gilt die Pneumonie, gefolgt von Sepsis und Aspiration (1). Das Ausmaß der Schädigung und die daraus resultierende Hypoxämie erfordern in der Regel eine mechanische Beatmung. Lange Zeit wurde die Diagnose „ARDS“ nach den 1994 etablierten Kriterien der American-European Consensus Conference (AECC) (2) gestellt. 2011 kam es zu einer Revision der AECC-Kriterien durch die „Berlin Definition“ (3). Diese verweist neben dem Kriterium „akuter Beginn“ (< 7 Tage) auf das Vorhandensein von bilateralen Infiltraten, die nicht ausschließlich einer linkskardialen Insuffizienz zuzuschreiben sind. Die Einteilung des Schweregrades (leicht, moderat, schwer) erfolgt über den Oxygenierungsindex nach Horovitz.

Das ARDS stellt mit einer Prävalenz von circa 10 % aller intensivmedizinisch behandelten Patienten und einer Krankenhausletalität, in Abhängigkeit des Schweregrades, von 35–46 % eine große Herausforderung für die intensivmedizinische Versorgung dar (1). Insgesamt konnte bis in die 1990er Jahre die Letalität kontinuierlich gesenkt werden (4). Überlebende eines ARDS weisen aber auch eine persistierende körperliche und psychische Morbidität auf. So ist bei Patienten zwei Jahre nach ARDS die Punktprävalenz von Symptomen einer Depression (33 %) oder von generalisierten Angststörungen (40 %) stark erhöht (5); bei 29 % der Patienten besteht ein erhöhtes Risiko für eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) (6). Auch für die gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL, „health-related quality of life“) zeigte eine prospektive Kohortenstudie noch fünf Jahre nach der Erkrankung im Bereich der körperlichen Leistungsfähigkeit eine im Vergleich zur Normalpopulation um etwa 1 Standardabweichung reduzierte HRQoL (7). Im Ergebnis einer systematischen Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2006 (8) war die HRQoL in allen domänenspezifisch gepoolten Werten des 36-Item Short-Form Health Survey (SF-36) (9) bei ARDS-Überlebenden im Vergleich zu der allgemeinen Populationsnorm signifikant reduziert.

Neben der HRQoL ist auch der Wiedereintritt in das Erwerbsleben („return to work“, RtW) bei Überlebenden eines ARDS ein Endpunkt, der – besser als klinische Parameter – eine Operationalisierung überwundener Morbidität ermöglicht. In einer deutschen Kohorte ARDS-Überlebender hatten nur 64 % der Patienten ihre frühere Tätigkeit nach fünf Jahren wieder aufgenommen (10).

Wenn man die Faktoren kennt, die mit der Lebensqualität oder dem Wiedereintritt in das Berufsleben assoziiert sind, könnten Risikogruppen identifiziert werden; dies wäre auch Ausgangspunkt für intervenierende Maßnahmen zur Steigerung des Behandlungserfolgs. Da es dazu unseres Wissens keine Übersichtsarbeit gibt, wurde dieses systematische Review zu Determinanten der HRQoL und/oder RtW bei Überlebenden eines ARDS erstellt.

Methoden

Protokoll und Registrierung

Die Darstellung dieser systematischen Übersichtsarbeit richtet sich nach den Empfehlungen der Preferred Reporting Items for Systematic Reviews (PRISMA) (e1). Das Protokoll wurde im International Prospective Reg-ister of Systematic Reviews PROSPERO registriert (CRD42014014335) (e2).

Einschlusskriterien

Um dem Anspruch auf eine möglichst hohe externe Validität der in den Studien gefundenen Ergebnisse gerecht zu werden, wurden lediglich beobachtende Studientypen eingeschlossen. Interventionelle Studien mit oftmals hoch selektierten Populationen wurden ausgeschlossen.

Die untersuchte Population musste aus Überlebenden von ARDS oder akuter Lungenschädigung (ALI, „acute lung injury“) bestehen (Berlin- oder AECC-Definition; abweichende diagnostische Kriterien, sofern beschrieben).

Statistische Assoziationen zwischen Determinanten und HRQoL und/oder RtW bei Überlebenden von ARDS oder ALI mussten berichtet werden.

Verwendete Informationsquellen und Suche

Es wurde ohne Datumsbeschränkung vom jeweiligen Beginn der Datenbank bis zum 13. 08. 2014 in Cochrane Systematic Reviews, MEDLINE, PSYNDEX, PsycINFO, Embase, Science Citation Index Expanded und Social Science Citation Index Expanded recherchiert. Von SB, FDS und HK wurde eine umfassende, hochsensitive Recherchestrategie entwickelt. Die Suchstrategie und Dokumentation orientierten sich an den neuesten Empfehlungen (e3, e4).

Studienauswahl

Für die Auswahl der Studien wurden zwei Paare, jeweils bestehend aus einem/einer klinischen Mediziner/in (SB, KTH) und einem/einer Psychologen/Psychologin (SuB, FDS), gebildet. Jedes Paar prüfte in einem ersten Schritt anhand von Titel und Zusammenfassung auf vorläufigen Einschluss. In einem zweiten Schritt wurde unter den so ausgewählten Originalarbeiten auf der Basis des Volltextes über den Einschluss entschieden.

Datenerhebung

Folgende Charakteristika wurden aus den eingeschlossenen Originalarbeiten vom Erstautor (FDS) extrahiert:

  • allgemeine Informationen zur Studie (Autoren, Jahr der Publikation, Land, Zeitraum der Datenerhebung, Studiendesign)
  • Beschreibung der Stichprobe/Kohorte (Ein- und Ausschlusskriterien mit besonderem Schwerpunkt auf die zugrunde gelegten diagnostischen Kriterien von ARDS/ALI, Geschlecht, Alter)
  • Operationalisierung der Outcomes HRQoL und RtW.

Zudem wurden für die untersuchten Determinanten, wenn dokumentiert oder aus den angegebenen Kennwerten berechenbar, die Effektstärken und die Signifikanz verzeichnet.

Bias-Risiko in den individuellen Studien

Da in diese Übersichtsarbeit die ganze Bandbreite beobachtender Studiendesigns eingeschlossen werden sollte, fand sich kein auf alle Studientypen anwendbares Instrument zur Bestimmung des Bias-Risikos. Somit wurde von drei Autoren (FDS, SuB, CA) ein Instrument entwickelt, das sich an die Skalen für Kohorten- und Fall­kontroll­studien der Newcastle-Ottawa-Scale (e5) anlehnt (eKasten). Mit diesem Instrument wurde jede Studie von zwei Personen unabhängig bezüglich des Risikos eines Selektions- und Informationsbias bewertet.

Instrument zur Beurteilung des Risikos eines Selektions- und Informations-Bias der in die systematische Übersichtsarbeit aufgenommenen Studien
eKasten
Instrument zur Beurteilung des Risikos eines Selektions- und Informations-Bias der in die systematische Übersichtsarbeit aufgenommenen Studien

Synthese der Ergebnisse

Wegen der Heterogenität der Studien (Studiendesigns, Messzeitpunkte, Determinanten und Outcomes) wurde zur Ergebnissynthese keine Meta-Analyse, sondern eine deskriptive Zusammenfassung der Ergebnisse durchgeführt.

Ergebnisse

Die elektronische Suche ergab 4 559 Studien. Nach dem Screening-Prozess erfüllten 24 Studien die Einschlusskriterien (Grafik 1). Die Größe der untersuchten Kohorten/Stichproben reichte von N = 15 bis N = 152. Querschnittliche Studiendesigns (19 Studien) überwogen Designs mit prospektiver (13 Studien) und retrospektiver (2 Studien) Erhebungsrichtung. Dabei wurden in der Mehrzahl der Studien HRQoL/RtW und die Determinanten sowohl prospektiv als auch querschnittlich erhoben.

Flussdiagramm des Studienselektionsprozesses
Grafik 1
Flussdiagramm des Studienselektionsprozesses

Bei Studien mit Follow-up-Erhebungen variieren sowohl die Anzahl (von einer bis zu vier) als auch die Terminierung der Follow-ups (Tabelle, Grafik 2). In 23 der 24 Studien wurden statistische Assoziationen zwischen Determinanten und HRQoL berichtet. Determinanten für RtW wurden in sechs Studien analysiert. HRQoL wurde über sechs generische und zwei krankheitsspezifische Messinstrumente erfasst (Tabelle). Das Risiko eines Informationsbias ist durch die Verwendung validierter Messinstrumente in nahezu allen Studien gering. Dagegen haben alle Studien ein unklares oder hohes Risiko eines Selektionsbias.

Verteilung der Erhebungszeitpunkte der Ergebnisse in den Studien mit fixen Erhebungszeitpunkten (11 Studien)
Grafik 2
Verteilung der Erhebungszeitpunkte der Ergebnisse in den Studien mit fixen Erhebungszeitpunkten (11 Studien)
Charakteristika der 24 in das Review eingeschlossenen Studien
Tabelle
Charakteristika der 24 in das Review eingeschlossenen Studien

Determinanten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität

Die eTabellen 1 und 2 geben einen Überblick über die untersuchten Determinanten. In der Kategorie der soziodemografischen Determinanten scheint lediglich das Alter mit einer verminderten Lebensqualität nach überlebtem ARDS einherzugehen (7, 11, 12). Für den physischen Summenwert des SF-36, bei dem höhere Werte auch eine höhere Lebensqualität anzeigen, ergibt sich eine starke negative Korrelation mit dem Alter (ρ [rho] = −0,52) (13).

Determinanten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL)
eTabelle 1
Determinanten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL)
Determinanten des Wiedereintritts in das Erwerbsleben (RtW)
eTabelle 2
Determinanten des Wiedereintritts in das Erwerbsleben (RtW)

Die größte Anzahl an Determinanten findet sich unter den krankheitsbezogenen Charakteristika. Besonders häufig wurden die zeitgleich mit HRQoL und RtW erhobenen Ergebnisse des Lungenfunktionstests untersucht. Über die verschiedenen Kennwerte der Spirometrie und über verschiedene Studien hinweg ist insbesondere die Ein-Sekunden-Kapazität (FEV1) von ρ = 0,16 bis ρ = 0,46 signifikant positiv mit der HRQoL assoziiert (1416). Eine hohe forcierte Vitalkapazität (FVC) hingegen zeigt nicht durchgehend einen signifikanten Zusammenhang mit HRQoL und RtW (12, 1417). Die Effektstärken liegen dabei für die verschiedenen Lebensqualitätsinstrumente und deren unterschiedliche Domänen zwischen ρ = –0,004 und ρ = 0,58.

In drei der Analysen wurden verschiedene Aspekte der Morbidität zum Zeitpunkt der ARDS-Erkrankung (Acute Physiology and Chronic Health Evaluation II, APACHE II; Lung Injury Score, LIS; Charlson-Deyo Comorbidity Score, Ausmaß des extrapulmonalen Organversagens) als Prädiktor für die spätere HRQoL untersucht (12, 18, 19). Lediglich schlechte Werte im LIS erweisen sich als signifikante Determinante für reduzierte HRQoL – gemessen anhand einer für Lungenfunktion modifizierten Dimension des Sickness Impact Profile (SIP) (12, 20). Einige Studien unterzogen die ARDS-Ursachen einer genaueren Betrachtung (14, 18, 19, 21). Es finden sich kleine bis mittlere negative Effekte eines durch Sepsis ausgelösten ARDS auf die Domänen des SF-36 im Vergleich zu einem trauma-induzierten ARDS (21). Größere Effektstärken (Cohens d = 0,57–0,65) ergeben sich bei der Verwendung des St. George’s Respiratory Questionnaire (SGRQ) für die Lebensqualitätserfassung (21).

Die Dauer der medizinischen Versorgung als behandlungsbezogene Determinante wurde in sieben Studien genauer betrachtet (10, 13, 15, 19, 2123). Sowohl die gesamte Behandlungsdauer auf der Intensivtherapiestation (ITS) oder im Krankenhaus (ρ = –0,34 bis ρ = –0,45) (21, 22) als auch die Dauer der mechanischen Beatmung (ρ = –0,44 bis ρ = 0,13) (10, 13, 15, 19, 21, 22) und der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) (23) korrelieren negativ mit einigen Domänen des SF-36. Unter den supportiven Maßnahmen der ARDS-Behandlung während der Akutphase hat eine ECMO in zwei Studien negative Effekte von bis zu mittlerer Stärke (Cohens d = 0,62) auf die körperliche Funktionsfähigkeit des SF-36 (10, 24).

Bei den psychosozialen Determinanten zeigen sich für das Vorliegen von Symptomen einer Depression starke negative Zusammenhänge insbesondere mit der psychischen Summenskala des SF-36 (ρ = –0,64 bis ρ = –0,94) (22, 25, 26). Auch für Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung (6, 10, 27) und einer Angststörung (22, 28) ergeben sich stark negative Assoziationen mit HRQoL. Ebenfalls scheinen kognitive Defizite in den Domänen Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen mit der Reduzierung einiger Skalen des SF-36 und des SIP assoziiert zu sein (22, 29, 30). Für die körperliche Rollenfunktion des SF-36 werden Effektstärken von Cohens d = 0,45 erreicht (22).

Determinanten des Wiedereintritts in das Berufsleben

Unter den versorgungsbezogenen Determinanten zeigen sowohl die Dauer der ITS-Behandlung und des gesamten Kranken­haus­auf­enthaltes (10) als auch die Behandlung mit einer extrakorporalen Membranoxygenierung (10, 17, 24, 31) keine signifikanten Effekte auf RtW, wobei die Chance für ECMO-Patienten, langzeitarbeitsunfähig zu sein, zweimal größer ist als für die nicht mit ECMO behandelten Patienten (17). ARDS-Überlebende mit einer moderaten bis schweren depressiven Symptomatik haben eine um den Faktor 0,2 geringere Chance, nach zwei Jahren wieder eine berufliche Tätigkeit aufzunehmen (25). Darüber hinaus zeigen sich keine signifikanten Effekte von krankheitsbezogenen (12) oder soziodemografischen (10) Charakteristika auf RtW. Für diese Variablen konnten keine Effektstärken aus den Originalarbeiten extrahiert werden.

Diskussion

Während vorangegangene Übersichtsarbeiten die Evidenz für eine verminderte Lebensqualität bei Überlebenden eines ARDS zusammengetragen haben (8, 32), war das explizite Ziel dieses Reviews, einen Überblick über den Stand der Forschung bezüglich Determinanten von HRQoL und RtW bei ARDS-Überlebenden zu geben. Die Identifikation von Determinanten ergäbe die Möglichkeit, während der Erkrankungsphase korrigierend zu intervenieren und das Auftreten körperlicher und psychischer Einschränkungen zu reduzieren.

Auch wenn die Evidenz aus den analysierten Studien aufgrund starker Heterogenität und einer teilweise eingeschränkten methodologischen Qualität (Selektionsbias und unzureichende statistische Analysen) begrenzt ist, zeigt sich, dass insbesondere bei den generischen Instrumenten zur Erfassung der Lebensqualität größere Effekte nur existieren, wenn ein enger inhaltlicher (und eventuell auch zeitlicher) Zusammenhang zwischen der untersuchten Determinante und dem Lebensqualitätsinstrument besteht. So prädiziert in keiner Studie die initiale Krankheitsschwere die HRQoL. Auch bei den versorgungsbezogenen Determinanten fehlen für fast alle untersuchten supportiven Maßnahmen (Stickstoffmon-oxid[NO]-Inhalation, Kortikosteroidgabe und Nierenersatzverfahren) signifikante Zusammenhänge mit HRQoL und/oder RtW. Lediglich eine ECMO-Therapie ist signifikant negativ mit einigen Domänen des SF-36 assoziiert. Der Grund für diese scheinbar schädliche Wirkung der extrakorporalen Membranoxygenierung liegt sicher in der fehlenden statistischen Adjustierung für die Krankheitsschwere. In diesem Zusammenhang muss konstatiert werden, dass die für rein beobachtende Studientypen notwendige Einbeziehung von Störvariablen in statistische Modelle in nahezu allen Studien fehlt.

Für Operationalisierungen der psychischen und physischen Morbidität, die inhaltlich eng mit einigen Skalen der HRQoL-Instrumente verbunden sind und in einem querschnittlichen Design zusammen mit dem Outcome gemessen wurden, werden dagegen signifikante Assoziationen mit großen Effektstärken berichtet. Insbesondere berichten viele Studien über negative Effekte einer nach der Behandlung auf der Intensivtherapiestation bestehenden physischen Morbidität, einer psychopathologischen Symptomatik oder kognitiver Defizite auf die HRQoL oder RtW. So finden sich starke Korrelationen zwischen den Ergebnissen des 6-Minuten-Gehtests oder einigen Spirometriewerten und den physisch geprägten Dimensionen des SF-36. Ähnlich verhält es sich mit dem Vorliegen einer psychopathologischen Symptomatik und der psychischen Summenskala des SF-36.

Um die Bedeutung dieser Ergebnisse für ARDS-Überlebende abzuschätzen, muss zusätzlich die hohe Prävalenz von persistierender körperlicher und psychischer Morbidität nach einem ITS-Aufenthalt betrachtet werden (33). In diesem Zusammenhang wird auch von einem Post-Intensive-Care-Syndrom (PICS) gesprochen, welches neue oder sich verschlechternde und über die Intensivtherapiebehandlung hinaus persistierende physische (pulmonal, neuromuskulär, physisch funktional), kognitive (Exekutivfunktionen, Gedächtnis, Aufmerksamkeit, visuo-räumliche Verarbeitung) und psychische Beeinträchtigungen (Angststörungen, PTBS und Depression) zusammenfasst (34). In der Folge ergibt sich die Notwendigkeit von Interventionen, die über die bereits etablierten rehabilitativen Maßnahmen hinaus gehen – mit dem Ziel, sowohl direkt als auch indirekt HRQoL und RtW positiv zu beeinflussen.

Eine komplexe Intervention, zu der es allerdings noch keine eindeutige Evidenzlage gibt, sind ITS-Follow-up-Kliniken (35). Hierbei handelt es sich um medizinische Einrichtungen, die speziell auf die Diagnose und das Management von typischen Folgeschäden einer ITS-Behandlung ausgerichtet sind.

Eine weitere in der Literatur diskutierte Intervention, die in einigen Untersuchungen ihre Wirksamkeit bei der Reduzierung einer psychopathologischen Symptomatik gezeigt hat, ist die Verwendung von ITS-Tagebüchern (36, 37). Bei ITS-Tagebüchern handelt es sich um chronologische, tägliche Aufzeichnungen während des ITS-Aufenthaltes eines Patienten. Dies geschieht meist durch die Pflegekräfte, aber auch Angehörige und Freunde können über ihre Besuche beim Patienten berichten. Diese Tagebücher sollen später dem Patienten helfen, Lücken in seiner Erinnerung an die ITS-Behandlung zu füllen und somit das Erlebte besser zu verarbeiten.

Zuletzt sei noch auf die in mehreren RCTs gefundenen positiven Effekte einer Frühmobilisation der ITS-Patienten hingewiesen (38). Allerdings werden diese Befunde dadurch eingeschränkt, dass signifikante Effekte großer Stärke nur für kurzfristige Ergebnisparameter zum Zeitpunkt der Entlassung berichtet wurden (zum Beispiel 6-Minuten-Gehtest [39]). Für langfristige Ergebnisparameter 12 Monate nach ITS-Entlassung wurden dagegen bisher keine signifikanten Effekte gefunden (38).

Limitationen

Die Verwendung unterschiedlicher – sowohl generischer als auch krankheitsspezifischer – Instrumente zur Erfassung der HRQoL, unterschiedliche Messzeitpunkte der interessierenden Outcomes und die oftmals variierenden zugrunde gelegten diagnostischen Kriterien eines akuten Lungenversagens führen zu einer starken Heterogenität der Studien. Hinzu kommt das in allen Studien gefundene hohe Risiko eines Selektionsbias, was zu einem Verlust interner und externer Validität führt.

Resümee

Das Überleben eines akuten Lungenversagens ist oft mit ausgeprägten psychischen und physischen Folgeschäden assoziiert. Determinanten der Entwicklung solcher Schäden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen, sind bisher nicht ausreichend untersucht. Zukünftige Forschung sollte sich darauf konzentrieren, mittels geeigneter statistischer Analysen Prädiktoren aufzudecken, die zum einen die Identifikation von Risikogruppen und zum anderen gezielte Interventionen ermöglichen, um die Lebensqualität zu verbessern und die Rückkehr ins Berufsleben zu erleichtern. Da die Effekte von der HRQoL-Messung zeitlich weit vorgelagerten Determinanten oftmals klein sind, sollte auf der Basis der Formulierung relevanter Effektgrößen eine Fallzahlplanung stattfinden.

Die negativen Assoziationen zwischen physischer und psychischer Morbidität und HQRoL bei Überlebenden eines ARDS zeigen, dass neue wirksame Interventionen zur Verbesserung der Gesundheit nach abgeschlossener Intensivtherapiebehandlung notwendig sind. Aktuelle vielversprechende Ansätze sind die konsequente Frühmobilisierung während der Intensivbehandlung, die Führung von ITS-Tagebüchern sowie die Etablierung von ITS-Follow-up-Kliniken.

Interessenkonflikt

Prof. Bein ist Mitglied im Medical Advisory Board der Firma Novalung, Heilbronn, und erhielt Vortrags- und Sitzungshonorare.
Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 13. 5. 2016, revidierte Fassung angenommen: 25. 10. 2016

Anschrift für die Verfasser
Dr. phil. Dipl.-Psych. Frank Dodoo-Schittko
Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin
Medizinische Soziologie
Universität Regensburg
Dr.-Gessler-Straße 17
93051 Regensburg
frank.dodoo-schittko@klinik.uni-r.de

Zitierweise
Dodoo-Schittko F, Brandstetter S, Blecha S, Thomann-Hackner K, Brandl M, Knüttel H, Bein T, Apfelbacher C: Determinants of quality of life and return to work following acute respiratory distress syndrome—a systematic review. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 103–9.DOI: 10.3238/arztebl.2017.0103

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Zusatzmaterial
Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
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eKasten, eTabellen:
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Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin/Medizinische Soziologie, Universität Regensburg:
Dr. phil. Dipl.-Psych. Dodoo-Schittko, Dr. biol. hum. Dipl.-Psych. Brandstetter, Brandl, MPH
Prof. Dr. sc. hum. Apfelbacher, PhD
Klinik für Anästhesiologie, Universitätsklinikum Regensburg: Dr. med. Blecha, Dr. med. Thomann-Hackner, Prof. Dr. med. Bein, M.A.
Universitätsbibliothek, Universität Regensburg: Dr. rer. nat. Knüttel
Flussdiagramm des Studienselektionsprozesses
Grafik 1
Flussdiagramm des Studienselektionsprozesses
Verteilung der Erhebungszeitpunkte der Ergebnisse in den Studien mit fixen Erhebungszeitpunkten (11 Studien)
Grafik 2
Verteilung der Erhebungszeitpunkte der Ergebnisse in den Studien mit fixen Erhebungszeitpunkten (11 Studien)
Charakteristika der 24 in das Review eingeschlossenen Studien
Tabelle
Charakteristika der 24 in das Review eingeschlossenen Studien
Instrument zur Beurteilung des Risikos eines Selektions- und Informations-Bias der in die systematische Übersichtsarbeit aufgenommenen Studien
eKasten
Instrument zur Beurteilung des Risikos eines Selektions- und Informations-Bias der in die systematische Übersichtsarbeit aufgenommenen Studien
Determinanten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL)
eTabelle 1
Determinanten der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQoL)
Determinanten des Wiedereintritts in das Erwerbsleben (RtW)
eTabelle 2
Determinanten des Wiedereintritts in das Erwerbsleben (RtW)
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