MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Risiko für psychische Erkrankungen in Städten

Cities and mental health

Dtsch Arztebl Int 2017; 114(8): 121-7; DOI: 10.3238/arztebl.2017.0121

Gruebner, Oliver; Rapp, Michael A.; Adli, Mazda; Kluge, Ulrike; Galea, Sandro; Heinz, Andreas

Hintergrund: Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt derzeit in Städten, und es ist ein zunehmender Trend zur Urbanisierung zu verzeichnen. Das Leben in den Städten geht einher mit einer erhöhten Bevölkerungsdichte, Verkehrslärm und Umweltverschmutzung, aber zugleich mit einem besseren Zugang zur Gesundheitsversorgung und anderen Ressourcen.

Methode: Die Arbeit basiert auf einer selektiven Literaturrecherche zu den Risikofaktoren für psychische Erkrankungen in urbanen Zentren.

Ergebnisse: Studien zeigen, dass das Risiko für bedeutsame psychiatrische Erkrankungen in Städten generell höher ist als in ländlichen Gebieten. Epidemiologische Studien bestätigen, dass Menschen, die in Städten aufwuchsen, ein höheres Schizophrenierisiko haben. Allerdings sind Korrelationen keine Kausalerklärungen, denn das Leben in Armut kann zu einer geringeren psychischen Gesundheit führen, wie auch umgekehrt Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit zur Verarmung beitragen können. Soziale Isolation und Diskriminierung sowie Armut in der Nachbarschaft tragen zu psychischen Belastungen bei, allerdings ist bisher wenig über die spezifischen Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren und der baulichen Struktur der Städte bekannt.

Schlussfolgerung: Weitere Erkenntnisse zu den Wechselwirkungen zwischen der räumlich heterogenen Verteilung von Ressourcen in der Nachbarschaft und sozial-ökologischen Faktoren sind nötig und erfordern interdisziplinäre Forschung.

Urbanisierung ist eine der wesentlichen gesundheitsrelevanten Veränderungen unserer Zeit (1). Mehr als 50 % der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Bis 2050 wird diese Zahl auf fast 70 % steigen. 50 % der städtischen Bevölkerung wohnt in Städten mit mehr als 500 000 Einwohnern (2). Mit zunehmender Urbanisierung sind immer mehr Menschen den Risikofaktoren der urbanen sozialen Umwelt, wie zum Beispiel Armut, und der baulichen Umwelt, wie etwa Verkehrslärm, ausgesetzt, die zu erhöhter Stressexposition beitragen. Diese ist wiederum negativ mit der psychischen Gesundheit verbunden. Zugleich besteht in Städten ein besserer Zugang zu Gesundheitsversorgung, Arbeitsmarkt und Bildungseinrichtungen. Die Frage der Balance zwischen Risiko- und Schutzfaktoren erfordert ein besseres Verständnis des Zusammenwirkens von urbanem Leben und psychischer Gesundheit.

Methode

Basierend auf einer selektiven Literaturrecherche wurden aktuelle Befunde zur psychischen Gesundheit des Bevölkerungsteils, der in urbanen Zentren lebt, zusammengeführt. Es wurden vorzugsweise Metaanalysen und quantitative Untersuchungen einbezogen, die die Unterschiede zwischen Land und Stadt oder innerhalb von Städten im Hinblick auf psychische Störungen erfassten. Qualitative Studien und Studien, in denen die psychische Gesundheit als Prädiktor für andere Variablen verwendet wurde, wurden ausgeschlossen. Die Ergebnisse werden mittels der Theorien von Stokols (3), Galea et al. (4) und Gruebner et al. (5) mit Fokus auf sozial-ökologische Umwelten und deren Zusammenspiel mit psychischer Gesundheit interpretiert.

Ergebnisse

Unterschiede zwischen Land und Stadt im Hinblick auf die psychische Gesundheit

Das Risiko für einige der bedeutsamsten psychiatrischen Erkrankungen, wie zum Beispiel Angst, psychotische, affektive oder Suchterkrankungen, ist in Städten generell höher (6). Studien zu Angststörungen – einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen –, Wut und Paranoia fanden in verschiedenen Ländern Lateinamerikas und Asiens höhere Belastungsraten in urbanen versus ländlichen Gebieten (710). Das gleiche konnte für psychotische Störungen, wie zum Beispiel Schizophrenie, in China (11) und in großen urbanen Zentren in Deutschland gezeigt werden (12, 13). In einer dänischen Studie war das Risiko, an einer schizophrenen Psychose zu erkranken, mehr als doppelt so hoch für Personen, die ihre ersten 15 Lebensjahre in einer Großstadt gelebt hatten, im Vergleich zu jenen, die in ländlichen Gebieten aufgewachsen waren (14) (Tabelle). Epidemiologische Studien bestätigten, dass das Schizophrenierisiko für Personen, die in Städten aufwuchsen im Vergleich zu Menschen, die aus ländlichen Gebieten stammten, höher ist, und es konnte eine Dosis-Wirkungs-Relation gezeigt werden: Je mehr Zeit man als Kind in einem städtischen Umfeld verbracht hat, desto höher ist das Risiko für eine schizophrenen Psychose im Erwachsenenalter (1523).

Studien zu Auswirkungen von urbanen Expositionsfaktoren auf die psychische Gesundheit*1
Tabelle
Studien zu Auswirkungen von urbanen Expositionsfaktoren auf die psychische Gesundheit*1

Ebenso waren affektive Erkrankungen bei der großstädtischen Bevölkerung in Deutschland häufiger zu beobachten (12). Im Gegensatz dazu wurde in China für die ländliche Bevölkerung eine höhere Erkrankungsrate für depressive Störungen gefunden (8, 24). Dies war auch der Fall in einer Studie zu perinatalen psychischen Störungen wie Depression und Substanzgebrauch bei Frauen in Vietnam (25). Nicht-Stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen wie exzessives Spielen von Online-Rollenspielen (MMORPG, „massive mulitplayer online roleplaying“) kamen besonders häufig bei jungen erwachsenen Universitätsabsolventen, die allein in städtischen Gebieten in Frankreich leben, vor (26). Im Gegensatz dazu zeigte eine Studie in China, dass die ländliche Bevölkerung im Vergleich zur Stadtbevölkerung eher Alkoholabhängigkeitserkrankungen entwickelt (8).

Innerstädtische Unterschiede und psychische Gesundheit

Städtische soziale Umwelten: Soziale Risikofaktoren für psychische Erkrankungen in Städten umfassen

  • das gehäufte Auftreten eines niedrigen sozioökonomischen Status (SES) (zum Beispiel Bildungsniveau, Einkommen)
  • ein niedriges Sozialkapital (beispielsweise im Hinblick auf soziale Unterstützung und soziale Wirksamkeit)
  • soziale Segregation (zum Beispiel bezogen auf die wahrgenommene Zugehörigkeit zu einer bestimmten Minderheit oder ethnischen Gruppe) (2734).

SES ist der am häufigsten untersuchte Risikofaktor und es konnte ein übereinstimmender Zusammenhang mit psychischer Gesundheit gezeigt werden. So ist beispielsweise das Leben in einem ärmeren oder sozial benachteiligten Stadtteil im Vergleich zum Leben in einem reicheren Stadtteil mit einem höheren Risiko für psychische Erkrankungen, wie zum Beispiel einer Depression oder Schizophrenie, verbunden (27, 29, 33, 3540, e1e4). Der Zusammenhang zwischen familiärer Belastung und psychischen Erkrankungen war in benachteiligten Stadtteilen stärker, wobei Nachbarschaftsvariablen in der Türkei die Urbanizitätseffekte beeinflussten (38). In einer Studie in Indien konnte ein Zusammenhang zwischen ungünstigen Bedingungen, die mit sehr armen Nachbarschaften in Slums einhergingen, und psychischen Störungen gezeigt werden (39). Menschen, die in benachteiligten Stadtgebieten leben, können mehr Schwierigkeiten haben, unterstützende soziale Beziehungen aufzubauen und zu unterhalten, und sie sind anfälliger für psychische Erkrankungen. Zudem sind Menschen, die in sozial desorganisierten Stadtteilen leben, in denen sie sich unsicher fühlen und häufiger Gewalt erleben (e1, e2), häufiger Traumatisierungen mit entsprechenden Konsequenzen für die psychische Gesundheit ausgesetzt (40, e3, e4).

Allerdings ist es wichtig zu berücksichtigen, dass eine Korrelation nicht als Verursachung interpretiert werden darf. Eine selektive Abwanderung aus benachteiligten Stadtgebieten kann zu einer durchschnittlich schlechteren Gesundheit der verbleibenden Bevölkerung in jenen Nachbarschaften führen, die von den Wegziehenden verlassen werden, und zu einer besseren Gesundheit am Zuzugsort, da Abwandernde oft einen besseren Gesundheitszustand zeigen (e5, e6).

Die Forschung konnte zudem den umgekehrten Effekt beobachten, dass Menschen mit einer schlechteren Gesundheit oder jene, die belastende Lebensereignisse erfahren hatten, wie zum Beispiel den Zusammenbruch der Beziehung oder den Verlust des Arbeitsplatzes (e7, e8), häufiger in sozial benachteiligte Stadtteile zogen, beispielsweise aufgrund geringerer und damit erschwinglicher Mietpreise. So wurde zum Beispiel ein erhöhtes Risiko für das Leben in einer städtischen Umgebung fünf Jahre nach dem Beginn einer Schizophrenie berichtet (14). Dieser Effekt erklärte jedoch nicht vollumfänglich die erhöhten Schizophrenieraten in Innenstädten, denn quantitativ sind die Auswirkungen des urbanen Lebens in der Kindheit stärker. Deshalb sind mindestens zwei Mechanismen anzunehmen: Erstens wirkt sich das Aufwachsen in Städten auf das Krankheitsrisiko aus, und zweitens ziehen mehr Menschen mit gesundheitlichen Problemen in städtische Gebiete (17).

Das Leben in sozial benachteiligten Stadtteilen könnte eine erbliche Komponente haben (von 65 % erhöhter Varianz in einer Geschwisterstudie zu 41 % in einer Zwillingsstudie) (e9). Die Autoren konnten zeigen, dass die Effekte der Bevölkerungsdichte auf das Schizophrenierisiko nicht mehr nachweisbar waren, wenn für bekannte familiäre Risikofaktoren kontrolliert wurde. Sie schlossen daraus, dass familiäre oder spezifische genetische Risikofaktoren bei Verwandten von schizophren Erkrankten mit bestimmten kognitiven Funktionsweisen verbunden sind, die zum Leben in verarmten Gebieten beitragen (e9). Solche familiären oder sogar genetischen Risikofaktoren können allerdings unabhängig vom kognitiven Stil vorkommen und stattdessen auf einer sichtbaren Zugehörigkeit zu einer Minderheit beruhen.

Tatsächlich ist das Schizophrenierisiko nicht nur bei Migranten in der ersten Generation, die dem Stress der Migration ausgesetzt ist, sondern auch in nachfolgenden Generationen deutlich erhöht (e10). Zudem sind die Psychoseraten besonders hoch, wenn Menschen einer sichtbaren Minderheit angehören, wie etwa zur Gruppe von Einwanderern aus Westafrika und aus der Karibik in London oder zur Gruppe von Marokkanern in Den Haag (34), und wenn die Zahl von Menschen gleicher Herkunft (ethnische Dichte) in der Nachbarschaft niedrig ist. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass soziale Ausgrenzung und Diskriminierung eine wichtige Rolle bei der Entwicklung einer Schizophrenie spielen (e11).

Andererseits können Nachbarschaften, die sich durch höhere soziale Unterstützung und gemeinschaftliche Aktivitäten auszeichnen, den erlebten Stress durch gegenseitige Hilfe ausgleichen und so förderlich für die psychische Gesundheit sein (e12, e13). Darüber hinaus können soziale Unterstützungsnetze in der Nachbarschaft auch zu Normen und Praktiken beitragen, die zum Beispiel protektiv gegen Abhängigkeitserkrankungen oder Suizidversuche wirken (3032).

Demgegenüber ist das Leben in Nachbarschaften, die durch ethnische Wohnsegregation gekennzeichnet sind, im Vergleich zu einem Leben in weniger segregierten Nachbarschaften mit einem erhöhten Risiko für Depressionen und Angsterkrankungen verbunden (29, e3, e14). Unsere Forschergruppe untersuchte die spezifischen Auswirkungen von Armut- und Minderheitenstatus auf Stadtteilebene anhand der Erhebung psychischer Belastungen einer innerstädtischen Bevölkerungsstichprobe in Berlin, wobei für individuelle Unterschiede hinsichtlich des SES und der Migrationsstruktur kontrolliert wurde (27) (Grafik).

Psychische Belastung
Grafik
Psychische Belastung

Wir beobachteten einen signifikanten Zusammenhang zwischen der auf individueller Ebene gemessenen psychischen Belastung und der Armut in der Nachbarschaft und zwar unabhängig von der individuellen Armut (SES). Ein zehnprozentiger Anstieg der Anzahl an Einwohnern im Bezirk, die arbeitslos und von Sozialhilfe abhängig waren, ging mit einem deutlichen Anstieg psychischer Belastungen (8 Punkte auf der GHQ-28 Skala [GHQ, General Health Questionnaire]) einher.

Die Auswirkung der Armut in der Nachbarschaft war bei den Menschen mit Migrationshintergrund stärker ausgeprägt als bei Menschen ohne Migrationshintergrund im selben Stadtteil. So führte eine zehnprozentige Steigerung des Anteils der Personen mit Migrationshintergrund zu einem zusätzlichen Anstieg von 5 Punkten auf der GHQ-28 Skala. Unsere Daten weisen darauf hin, dass die hohen psychischen Belastungen bei Migranten weitestgehend von der Armut in der Nachbarschaft abhängen, und zwar unabhängig von der Verfügbarkeit individueller Ressourcen. Dieser Befund unterstreicht die Notwendigkeit zielgruppenspezifischer Interventionen (27).

Es gibt ferner Belege dafür, dass Menschen, die zu einer Minderheit oder zu einer Gruppe von Menschen mit Migrationshintergrund gehören, ein erhöhtes Risiko für Depressionen und Psychosen haben (e15e18). Dass ein sichtbarer Minderheitenstatus in einer Nachbarschaft, in der nur eine geringe Zahl weiterer Angehöriger ethnischer Minderheiten (niedrigere ethnische Dichte) lebt, mit einem erhöhten Auftreten etwa von schizophrenen Psychosen einhergeht (34), spricht für die Bedeutung stärkerer Diskriminierung in segregierten Nachbarschaften. Zu diesem Ergebnis kommen auch neurobiologische Studien, die die Rolle von Stress durch soziale Isolation für die Entwicklung psychischer Störungen betonen (e11, e19).

Urbane physische Umwelten: Ähnliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit ergeben sich durch die physischen Umweltfaktoren der Städte, die im Vergleich zu ländlichen Gebieten gekennzeichnet sind durch

  • höhere Verschmutzungsraten zum Beispiel von Luft und Wasser
  • Lärmbelästigung, unter anderem durch den Verkehr
  • städtebauliche Besonderheiten wie hohe Gebäude, die als bedrückend empfunden werden
  • körperliche Bedrohungen etwa durch Unfälle oder Gewalt.

Diese Faktoren tragen zu einer höheren Stressexposition mit den entsprechenden negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit bei (5, e20e25). So zeigen entsprechende Untersuchungen, dass sich Schadstoffbelastungen von Luft und Wasser sowie die Belästigung durch Lärm in urbanen Gebieten erheblich auf die psychische Gesundheit der städtischen Bevölkerung auswirken kann. Demnach erhöht das Leben in der Nähe von großen Straßen oder Flughäfen die Belastung durch Verkehrslärm und durch Luftverschmutzung und ist mit einer höheren Stressexposition und Aggressionen verbunden (e20, e26e28).

Eine Studie aus Deutschland, in der für SES, Alter und die Art der Wohngebiete kontrolliert wurde, kam zu dem Ergebnis, dass Menschen, die sich sehr vom Straßenverkehr belastet fühlten, ein 1,8-faches (Frauen) beziehungsweise 2,5-faches (Männer) Risiko für eine eingeschränkte psychische Gesundheit hatten (e29).

Die städtische Lichtexposition kann zudem den zirkadianen Rhythmus beeinflussen und das Schlafverhalten ändern – mit Konsequenzen für das mentale Wohlbefinden (e30).

Die Raumplanung in Städten kann sich ebenfalls auf die psychische Gesundheit der Wohnbevölkerung auswirken (4, e22, e23, e31e41): So gingen einigen Studien zufolge beispielsweise ein besserer Zugang zu Grünflächen und fußgängerfreundliche Wege mit weniger Depressionen und erhöhter körperlicher Aktivität einher, was wiederum gesundheitsförderlich sein kann (e32e34). Auch entspannungsrelevante Aspekte gut gepflegter urbaner Grün- und Wasserflächen sind augenscheinlich mit dem seelischen Wohlbefinden der städtischen Bevölkerung verbunden (e33, e42, e43). Urbane Grün- und Wasserflächen wirken zudem der Entstehung sogenannter städtischer Hitzeinseln entgegen und verringern hitzebezogenen Stress (e44). Darüber hinaus können Straßenbäume das erdrückende Gefühl, das von hohen Gebäuden ausgehen kann, verringern (e22, e23).

Auch eine urbane Verdichtung kann – im Gegensatz zur Zersiedelung – mit einer besseren psychischen Gesundheit verbunden sein, da sie einen besseren Zugang zu verschiedenen Ressourcen wie zum Beispiel zu Parkanlagen, Spielplätzen sowie Institutionen der Gesundheits- und Sozialfürsorge ermöglicht (e45).

Im Gegensatz dazu geht eine geringere Anzahl an Grünflächen meist mit mehr Verkehrslärm und einem schlechteren Zugang zu nachbarschaftlichen Ressourcen einher, was zu niedrigen Mieten führen kann, die wiederum Bevölkerungsschichten mit einem niedrigen SES anziehen.

Künftige Herausforderungen

Städtische Nachbarschaften spielen aufgrund ihrer einzigartigen sozial-ökologischen Umwelt eine maßgebliche Rolle für die Gesundheit der Bevölkerung, die sowohl gesundheitsgefährdende als auch -fördernde Faktoren umfasst (6, 12, 36, e46). Sechs Punkte sollten als zentrale Herausforderungen und Chancen bei künftigen Forschungsvorhaben bedacht werden:

Erstens: Es fehlen Erkenntnisse, um die funktionalen Beziehungen zwischen dem Leben oder Aufwachsen in Städten und psychischen Problemen in der Wohnbevölkerung zu verstehen (1922, 37, e47e49). Dazu werden mehr Langzeitstudien benötigt, um die Analyse von Kausalbeziehungen zu erleichtern, die zwischen der Dauer des Einwirkens innerstädtischer sozial-ökologischer Faktoren und der psychischen Gesundheit bestehen.

Zweitens: Bislang ist über die Zusammenhänge zwischen Nachbarschaftsressourcen, zum Beispiel Grünflächen, und unterschiedlichen Dimensionen psychischer Gesundheit noch nicht genug bekannt. So wurde beispielsweise noch nicht ausreichend der Frage nachgegangen, ob Grünflächen vergleichbare Effekte auf verschiedene Aspekte psychischer Gesundheit haben.

Drittens: Über soziodemografische Unterschiede im Hinblick auf die beobachteten Zusammenhänge zwischen Nachbarschaftsressourcen und psychischer Gesundheit ist wenig bekannt (19). Es ist anzunehmen, dass unterschiedliche soziodemografische Gruppen unterschiedliche Zugänge zu Nachbarschaftsressourcen haben, die zudem unproportional verteilt sein können mit zum Beispiel besseren Zugängen für wohlhabendere Bevölkerungsgruppen. Dieser Aspekt wird zunehmend als wichtiger Punkt beim Thema Umweltgerechtigkeit erkannt (e50). Die Einbeziehung dieser Überlegungen in den Kontext der städtischen psychischen Gesundheit könnte zu einer nachhaltigeren Verteilung von ausgewogenen Ressourcen beitragen.

Viertens: Unser Verständnis von moderierenden Einflüssen, beispielsweise der sozialen oder ethnischen Segregation, ist begrenzt. Diese Erkenntnis könnte helfen, Unterschiede in der psychischen Gesundheit verschiedener Gruppen zu erklären (27, 28, 30). In diesem Zusammenhang scheint es ein wichtiges Ziel zu sein, eine soziale und ethnische Segregation sowie Diskriminierung aufzuheben, um die Lebensbedingungen zu verbessern und eine soziale Isolation zu verringern. Zudem ist wenig über das Risiko psychischer Probleme bei den Menschen bekannt, die davon ausgehen, dass sie in der Lage sind, umzuziehen.

Unzulänglich ist unser derzeitiges Wissen auch im Bezug auf die Frage, wie sich die räumlich heterogene Verteilung der Ressourcen in der jeweiligen Nachbarschaft auf die psychische Gesundheit auswirkt: Hohe Arbeitslosenquoten in einem Stadtviertel können auch Effekte auf benachbarte Stadtviertel haben (30). So sind hohe Arbeitslosenraten beispielsweise oft mit einem höheren Substanzmissbrauch verbunden (e51) und können den Drogenkonsum in benachbarten Parkanlagen oder Einrichtungen beeinflussen, obwohl die Arbeitslosenrate (oder der Substanzgebrauch) im Nachbarviertel niedrig ist.

Fünftens: Über Synergien zwischen einzelnen Interventionen ist wenig bekannt, sodass wir nicht viel über die Auswirkungen von Richtlinien und Verordnungen wissen, die nicht explizit auf die Verbesserung der psychischen Gesundheit der städtischen Bevölkerung zielen, wie zum Beispiel die Anzahl der Straßenbäume, und die Einrichtung verkehrsberuhigter Zonen. Weiterhin fehlen systematische Untersuchungen zu Interventionen zur Verbesserung der psychischen Gesundheit in Städten. Das gilt insbesondere für wachsende Städte ressourcenärmerer Länder (e52, e53).

Sechstens: Für ein besseres Verständnis des Einflusses städtischer und sozial-ökologischer Umwelten auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung ist eine interdisziplinäre Forschung mit Beteiligung unterschiedlicher Disziplinen wie zum Beispiel der Architektur, Epidemiologie, Geografie, Neurowissenschaften, Soziologie und Stadtplanung von entscheidender Bedeutung. Ein solcher Ansatz könnte es ermöglichen, Bevölkerungsgruppen zu identifizieren, die nicht von den genannten Vorteilen des Lebens in der Stadt profitieren, und die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung psychischer Erkrankungen aufweisen.

Resümee

Eine Reihe von Studien verweist auf die Wechselwirkungen zwischen dem Grad der Urbanisierung, der sozial-ökologischen Umwelt und psychischer Gesundheit (19, 27). Die weitere Forschung benötigt Längsschnittstudien, die sich auf ländliche-städtische und innerstädtische Einflussfaktoren und die regionale Verteilung psychischer Erkrankungen konzentrieren.

Ein umfassenderes Wissen über unterschiedliche Ausprägungen psychischer Störungen in soziodemografisch unterschiedlichen Gruppen könnte helfen, die Entwicklung einer gesundheitsfördernden Stadtplanung voranzutreiben. Ein vertieftes Wissen über moderierende Variablen der sozial-ökologischen Umwelt, der räumlichen Heterogenität von Nachbarschaftsressourcen und deren Zusammenhänge in und über einzelne Stadtviertel hinaus könnte in verbessertem Maße dazu beitragen, jene Mechanismen zu identifizieren, die urbane Umwelten mit der psychischen Gesundheit der Stadtbevölkerung verbinden.

Danksagung
Wir danken Herrn Werner, Audiovisuelles Zentrum, Universität Potsdam, für die Unterstützung bei der Erstellung der Grafik.

Förderung

Diese Studie wurde gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG, GR 4302/1–1, GR 4302/2–1, für OG).

Interessenkonflikt
Prof. Rapp erhielt Honorare für Beratertätigkeit von der Firma Eli Lilly. Er bekam Reisekostenerstattung von der Firma Servier Deutschland. Für Vorträge wurde er honoriert von den Firmen Merz, GlaxoSmithKline und Johnson & Johnson. Studienunterstützung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von der Firma Willmar Schwabe.

PD Dr. Adli erhielt Honorare für eine Autorenschaft von der Verlagsgruppe Random House. Er bekam Vortrags- und Beratungshonorare von der Deutschen Bank, ViiV, Gilead Sciences, MSD, Servier, aristo, Janssen-Cilag, Merz, mytomorrows und Lundbeck. Forschungsförderung (Drittmittel) wurde ihm zuteil von den Firmen Servier und aristo. Er bekam Reisekostenerstattung von Lundbeck und Servier.

Die übrigen Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 19. 7. 2016, revidierte Fassung angenommen: 11. 1. 2017

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dr. phil. Michael A. Rapp

Sozial- und Präventivmedizin

Universität Potsdam, 14469 Potsdam

michael.rapp@uni-potsdam.de

Zitierweise
Gruebner O, Rapp MA, Adli M, Kluge U, Galea S, Heinz A: Cities and mental health. Dtsch Arztebl Int 2017; 114: 121–7. DOI: 10.3238/arztebl.2017.0121

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Zusatzmaterial
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Sozial- und Präventivmedizin, Universität Potsdam: Prof. Dr. med. Dr. phil. Rapp
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Charité Universitätsmedizin, Berlin: Prof. Dr. med. Adli, Dr. phil. Kluge, Prof. Dr. med. Dr. phil. Heinz
School of Public Health, Boston University, MA, USA: Galea, MD, DrPH
Berliner Institute für empirische Integrations- und Migrationsforschung, Humboldt Universität Berlin: Dr. phil. Kluge, Prof. Dr. med. Dr. phil. Heinz
Psychische Belastung
Grafik
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Studien zu Auswirkungen von urbanen Expositionsfaktoren auf die psychische Gesundheit*1
Tabelle
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