ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2017Individuelle Gesundheitsleistungen: Ärzte informieren ihre Patienten besser

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Individuelle Gesundheitsleistungen: Ärzte informieren ihre Patienten besser

Osterloh, Falk

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Der Umgang der Ärzte mit Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) hat sich verbessert. Das hat der Geschäftsführer des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen (MDS), Dr. rer. oec. Peter Pick, anlässlich der Vorstellung des IGeL-Monitors erklärt. Ärzte böten mehr Informationen zu IGeL an, unterstützten so die Patienten bei der Abwägung der Vor- und Nachteile einer Leistung und ermöglichten ihnen eine freie Entscheidung. Die Aussage stützte Pick auf die Auswertung der Zuschriften der vergangenen Jahre, die der MDS von Nutzern des IGeL-Monitors erhalten hat. Es gebe aber nach wie vor auch Ärzte, die IGeL als „Lizenz zum Gelddrucken“ sähen und die den Patienten gegenüber entsprechend agierten. „Das ist nicht in Ordnung und muss von den ärztlichen Körperschaften abgestellt werden“, forderte Pick.

Individuelle Gesundheitsleistungen sind nach wie vor ein Streitthema zwischen Krankenkassen und Ärzteschaft. Foto: iStockphoto/zoran
Individuelle Gesundheitsleistungen sind nach wie vor ein Streitthema zwischen Krankenkassen und Ärzteschaft. Foto: iStockphoto/zoran

„Natürlich müssen IGeL-Leistungen dem Patienten so angeboten werden, dass er ausreichend über das Angebot nachdenken kann“, betonte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Dr. med. Andreas Gassen. Es dürfe dabei aber nicht vergessen werden, dass IGeL eine der wenigen Optionen darstellten, durch die medizinischer Fortschritt und Innovationen in die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung gelangten. KBV und Bundes­ärzte­kammer bieten eine Broschüre zur Anwendung von IGeL an: „Selbst zahlen? – Ein IGeL-Ratgeber für Ärzte und Patienten“. fos

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