ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2017Randnotiz: Slammen mit Hirn

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Randnotiz: Slammen mit Hirn

Dtsch Arztebl 2017; 114(8): A-341 / B-297 / C-293

Maybaum, Thorsten

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Während beim Poetry Slam Literarisches so kunstvoll sprachlich verpackt wird, dass es (zumeist) einen unterhaltsamen Abend bedeutet, will das Pendant – der Science Slam – wissenschaftliche Zusammenhänge einfach, anschaulich und unterhaltend vermitteln. Dort geht es allerdings nicht um die künstlerische Verwendung sprachlicher Mittel, sondern darum, unterhaltend Wissenszuwachs zu erzielen. „Bei einem Aha-Effekt wandeln Sie eine gestörte Kausalität in eine intakte Kausalität um“, nannte das Prof. Dr. Dr. med. Berend Feddersen beim ersten Science Slam (http://d.aerzteblatt.de/QD22) der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) im vergangenen Jahr. Der Oberarzt und Leiter des Ambulanten Palliative Care Teams aus München erklärte den Aha-Effekt und damit verbundene Gehirnaktivitäten unter anderem mittels eines „Echtzeit-Gehirnscans“ im MRT – und überzeugte damit.

Wer noch nicht bei einem Science Slam war: Die Slammer haben je zehn Minuten, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Am Ende kürt der Applaus den Sieger.

Beim 90. Neurologiekongress am 22. September 2017 in Leipzig plant die DGN eine Neuauflage. Im Zentrum stehen das Gehirn, Fakten über Neurologie, der Alltag von Neurologen, hochkomplexe Forschungsarbeiten oder neurowissenschaftliche Experimente. Teilnehmen können Wissenschaftler, Kliniker, Professoren, Assistenten in Weiterbildung oder niedergelassene Neurologen. Wichtig ist (im Interesse der Zuschauer) eine (gewisse) Affinität zur Bühne und zur Sprache, Eloquenz und Selbstironie. Leipziger Teilnehmer sind laut Fachgesellschaft übrigens besonders willkommen. Die DGN nimmt Bewerbungen bis zum 15. Mai entgegen.

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