ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2017Pränataltest: G-BA beauftragt Elterninformationen

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Pränataltest: G-BA beauftragt Elterninformationen

Dtsch Arztebl 2017; 114(8): A-341 / B-297 / C-293

Beerheide, Rebecca

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Die Mitglieder des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses (G-BA) haben Versicherteninformationen zur nicht invasiven Pränataldiagnostik zur Bestimmung des Risikos autosomaler Trisomien 13, 18 und 21 mithilfe von speziellen Tests in Auftrag gegeben. Das zuständige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen soll die Informationen für werdende Eltern zusammenstellen. Ziel ist es, diese bei der Entscheidung für oder gegen einen Test zu unterstützen.

Der G-BA war zuletzt erneut heftig für den Plan der Methodenbewertung der Tests kritisiert worden. Der unparteiische Vorsitzende Prof. Josef Hecken hatte bereits im August des vergangenen Jahres klargestellt, dass es nicht darum gehe, generell einen Test einzuführen, mit dem eine spezielle Untersuchung auf Trisomien erfolge. Es gehe um die Frage, ob bei Risikoschwangerschaften ein nicht invasiver molekulargenetischer Test die bisher im Rahmen der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung erbringbaren Untersuchungen wie die invasive Chorionzottenbiopsie beziehungsweise die Amniozentese ersetzen könne. Alle G-BA-Mitglieder betonten, dass sie keine ethische Entscheidung für oder gegen den Test treffen wollten. Es sei Sache der Politik, zu klären, ob es diese in Deutschland geben solle. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium setzt sich nach Informationen des Deutschen Ärzteblattes für ein Gespräch der Fachpolitiker ein. Dies soll in den kommenden Wochen stattfinden. bee

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