ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2017Augenscreening: Leicht durchzuführen
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Es ist sehr wichtig, auf das Augenscreening aufmerksam zu machen, da der angeführte Test für Kinder- und Augenärzte, Internisten und Ärzte für Allgemeinmedizin zur Früherkennung von Augenveränderungen leicht durchzuführen ist, sodass frühzeitig die Diagnose einer Augenveränderung ermöglicht wird.

Ihre Publikation zeigt eine farbige Abbildung mit der Unterschrift „Durchleuchtungstest in 10 cm“. Aus der Abbildung sind deutlich der Befund einer Katarakt (Mitte unten) und eines hinteren Polstars (unten) zu erkennen. Unklar bleibt jedoch, was mit der Abbildung „Anisometropie“ (Mitte oben) gemeint ist. diese Abbildung ist unverständlich.

Die Autorin führt den Brückner-Test an (1). Brückner empfahl, zunächst beide Augen des Kindes zu beleuchten („Simultan-Durchleuchtungstest“) bei „mäßig“ abgedunkeltem Untersuchungszimmer.

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Dabei kann festgestellt werden, ob die Hornhautreflexbilder symmetrisch sind. Eine Asymmetrie spricht für einen Strabismus.

Zugleich kann beobachtet werden, ob die Pupillen in gleicher Farbe aufleuchten („Pupillenkolorimetrie“). Im Falle eines Strabismus ist die Farbe des Pupillenleuchtens unterschiedlich. Ganz wichtig: Eine weiß aufleuchtende Pupille („Leukokorie“) kann auf eine ernste Augenkrankheit hinweisen (2).

Anschließend können die Pupillenweiten bei abwechselnder Beleuchtung der Augen („Sukzessiv-Beleuchtungstest“) geprüft und beurteilt werden. Dabei können Einstellbewegungen der Augen als Nachweis eines Strabismus beobachtet werden.

Da bei Kindern die Pupillen im Allgemeinen relativ weit sind, ist eine medikamentöse Pupillenerweiterung beim Brückner-Test kontraindiziert.

Literatur beim Verfasser.

Prof. Dr. med. Dieter Schmidt, 79106 Freiburg

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