ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2017Medizinische Fachangestellte: Erste Tarifrunde endete ergebnislos

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Medizinische Fachangestellte: Erste Tarifrunde endete ergebnislos

Dtsch Arztebl 2017; 114(9): A-396

Hillienhof, Arne

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Die erste Verhandlungsrunde über neue Tarifverträge für medizinische Fachangestellte (MFA) ist ohne Ergebnis geblieben. Die zweite Verhandlungsrunde zwischen dem Verband medizinischer Fachberufe und der Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen/Medizinischen Fachangestellten (AAA) soll am 4. Mai stattfinden. Zur Diskussion stehen der Gehalts- und der Manteltarifvertrag. Bis zum Abschluss neuer Verträge gelten die bestehenden Tarifwerke fort. Die Arbeitgeberseite verwies auf die für 2017 vereinbarte Erhöhung des Orientierungswertes für ambulante Leistungen um 0,9 Prozent sowie auf die umfangreichen Neuerungen der Tarifreform 2013. „Die Verhandlungspartner müssen eine Lösung zwischen Wunsch und Möglichkeiten in der Erhöhung der Tarife finden. Wichtig ist aber auch, die Tarifvertragswerke zeitgemäß und zukunftssicher zu gestalten, um dem Fachkräftemangel und den steigenden und sich verändernden Versorgungsbedarfen gerecht zu werden“, erklärte die AAA. Die Vertragsärzte könnten nicht frei kalkulieren, sondern unterlägen vereinbarten Honorarsteigerungen. „In den letzten Jahren konnten höhere Tarifsteigerungen im Gehaltstarifvertrag der MFA erreicht werden. Im Jahr 2017 sind die zu erwartenden Honorarsteigerungen jedoch gering“, so die AAA. „Das ist für uns weder akzeptabel noch vertretbar“, sagte die Verhandlungsführerin und Präsidentin des Verbandes medizinischer Fachberufe, Carmen Gandila. Sie wies darauf hin, dass die Arbeitgebervertreter immer wieder erklärten, wie wichtig die Leistungen der Praxismitarbeiterinnen für das Funktionieren der Arztpraxen seien. „Nun gilt es, diese verbale Wertschätzung auch in den Gehältern widerzuspiegeln“, sagte Gandila. Konkret fordert der Verband eine lineare Erhöhung der Tarifgehälter um sechs Prozent und der Ausbildungsvergütungen um 45 Euro pro Monat. hil

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