ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2017Bekanntmachungen: Änderungen des Bundesmantelvertrages-Ärzte (BMV-Ä)

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Änderungen des Bundesmantelvertrages-Ärzte (BMV-Ä)

Dtsch Arztebl 2017; 114(9): A-436 / B-380 / C-370

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin – einerseits – und der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen), K.d.ö.R., Berlin – andererseits – vereinbaren Folgendes:

Artikel 1

Änderung der Anlage 9.2

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Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä)

(Versorgung im Rahmen des Programms zur Früherkennung

von Brustkrebs durch Mammographie-Screening)

1. In § 5 Absatz 5 Buchstabe i) wird Satz 2 wie folgt gefasst:

Hierzu nimmt der Leiter des Referenzzentrums in der Regel einmal im Monat an einer vom Programmverantwortlichen Arzt durchgeführten Konsensuskonferenz sowie an einer präoperativen und einer postoperativen multidisziplinären Fallkonferenz teil und bespricht mit dem Programmverantwortlichen Arzt die in der Konsensuskonferenz als auffällig beurteilten Screening-Mammographieaufnahmen.

2. § 25 wird wie folgt geändert:

Absatz 4 Buchstabe d) Nr. 1 wird wie folgt gefasst:

Dem Arzt wird der Anteil der entdeckten Karzinome sowie der falsch-positiven Befundungen und der falsch-negativen Befundungen, bezogen auf das endgültige Ergebnis der Screening-Untersuchung bei Abschluss des Screening-Falles in Konsensuskonferenz, Abklärungsdiagnostik oder multidisziplinären Fallkonferenz in Abständen von sechs Monaten auch im Vergleich zu anderen Ärzten vom Programmverantwortlichen Arzt mitgeteilt. Die Befunderstatistiken zur Anzahl Karzinome, falsch-positive und falsch-negative Befunde werden pro Befunder aber pseudonymisiert in Abständen von drei Monaten an das zuständige Referenzzentrum weitergeleitet. Der Arzt ist verpflichtet, die Ergebnisse mindestens einmal im Jahr im Rahmen eines kollegialen Fachgesprächs mit dem Programm-verantwortlichen Arzt eingehend zu beraten. Die Ergebnisse dieses Fachgesprächs sind vom Programmverantwortlichen Arzt zu dokumentieren und der Kassenärztlichen Vereinigung in jährlichen Abständen vorzulegen.

3. § 37 Absatz 5a wird aufgehoben.

4. § 41 wird wie folgt geändert:

Buchstabe k) wird angefügt:

Soweit im Rahmen der Rezertifizierung Leistungsparameter nach Anhang 10 Anlage 9.2 BMV-Ä in der ab 05.02.2016 geltenden Fassung nicht erfüllt werden, gelten für Betrachtungszeiträume bis Ende 2016 die Anforderungen nach Anhang 10 Anlage 9.2 BMV-Ä in der Fassung vom 01.01.2012. Vorstehende Regelung gilt rückwirkend zum 05.02.2016.

Artikel 2

Inkrafttreten

Die Änderung nach Nr. 3 tritt zum 05.02.2016 in Kraft.

Im Übrigen treten die Änderungen am Tage nach ihrer Veröffentlichung im Deutschen Ärzteblatt in Kraft.

Berlin, den 18.01.2017

Kassenärztliche Bundesvereinigung, K.d.ö.R., Berlin

GKV-Spitzenverband, K.d.ö.R., Berlin

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