ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2017Bundesarbeitsgericht: Sonderstellung von DRK-Schwestern aufgehoben

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Bundesarbeitsgericht: Sonderstellung von DRK-Schwestern aufgehoben

Dtsch Arztebl 2017; 114(9): A-394 / B-342 / C-334

dpa

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In den DRK-Schwesternschaften sind etwa 25 000 Schwestern organisiert. Rund 18 000 davon werden nach Angaben ihres Verbandes dauerhaft in anderen Krankenhäusern eingesetzt. Foto: dpa

Schwestern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gelten nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (Az.: 1ABR 62/12 [A]) in Kliniken, die nicht zum DRK gehören, künftig als Leiharbeiterinnen. Die Richter billigten ihnen keine arbeitsrechtliche Sonderrolle mehr als Mitglieder von Schwesternvereinen zu. Die Schwesternschaften überlassen somit quasi öffentlichen oder privaten Kliniken ihre Vereinsmitglieder.

Weil das Urteil bedeuten würde, dass die Arbeit der DRK-Schwestern als Arbeitnehmerüberlassung gilt, die nach einem neuen Gesetz, das am 1. April 2017 in Kraft treten soll, auf maximal 18 Monate begrenzt wäre, hat die Politik seit Monaten nach einem Ausweg gesucht. Dem Vernehmen nach haben sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) und DRK-Präsident Rudolf Seiters auf einen Weg zum Erhalt des bisherigen Schwesternschaftmodells verständigt. Nach Angaben beider Seiten soll das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz zwar auf DRK-Schwestern Anwendung finden. Ein Passus jedoch nicht: Die Befristung von Einsätzen auf 18 Monate. Das DRK-Gesetz soll ergänzt werden, heißt es. dpa

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