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App: iRefugee soll Flüchtlingsversorgung erleichtern

Dtsch Arztebl 2017; 114(11): A-539 / B-464 / C-454

KK

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Mit der App iRefugee.de sollen Geflüchtete besser mit Behörden und dem Gesundheitssystem vernetzt werden. Mit einer Übersetzungsfunktion für 15 Sprachen ermöglicht es die Applikation einerseits, sich ohne Dolmetscher zu registrieren und mit Behörden und Ärzten in Kontakt zu treten. Andererseits können Daten in der Landessprache ein- und auf Deutsch ausgegeben werden.

Die App beinhaltet zudem eine digitale Gesundheitsakte mit Cloud, was Doppeluntersuchungen zu vermeiden helfen soll. Ergänzend bietet iRefugee.de eine Notfallfunktion mit GPS-Positionsangabe per SMS, eine Kommunikationsplattform und einen Datensafe für wichtige Dokumente wie Lebenslauf, Zeugnisse oder Asylanträge. Alle Daten werden laut Entwicklerangaben datenschutzkonform verschlüsselt und liegen in einem Hochsicherheits-Rechenzentrum.

Ideengeber der App ist der Orthopäde und Unfallchirurg Dr. med. Matthias Lemberger. Er entwickelte bereits die Gesundheitsanwendung tomatomedical – iRefugee.de stellt eine Erweiterung dazu dar und ist in Zusammenarbeit mit einem Informatikprofessor sowie einem Gerichtsgutachter für Datenschutz entstanden.

Aktuell ist iRefugee.de in der Basisversion für alle Anwender kostenlos zugänglich. Geflüchtete können nach dem Download die Hauptfunktionen per Zugangscode freischalten. Langfristiges Ziel ist es, eine Finanzierung durch die Behörden zu erreichen. „Die Verwendung der App beziehungsweise der sicheren Kommunikationsplattform durch die Behörden würde eine noch bessere medizinische Versorgung ermöglichen sowie Verwaltungsvorgänge und Integration erleichtern,“ so Lemberger.

Die Anwendung wird auf der CeBIT in Hannover am Stand von Vodafone vorgestellt. kk

http://d.aerzteblatt.de/WB88
http://d.aerzteblatt.de/NR91

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