ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2017Onkologie: Modell für eine verbesserte Versorgung vorgestellt

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Onkologie: Modell für eine verbesserte Versorgung vorgestellt

Dtsch Arztebl 2017; 114(11): A-504 / B-440 / C-430

Richter-Kuhlmann, Eva

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Eine engere Kooperation zwischen Ärzten, Patienten und der Selbsthilfe sowie ein besseres Zusammenspiel von Behandlung und Forschung in der onkologischen Versorgung fordern Bundestagsabgeordnete gemeinsam mit Vertretern von Krankenkassen, ambulant und stationär tätigen Ärzten, Wissenschaftlern und Patientenorganisationen. Gemeinsam stellten sie jetzt das Positionspapier „Wissengenerierende onkologische Versorgung“ vor. Das von der interdisziplinär besetzten Gruppe erarbeitete Papier soll Eingang in die Koalitionsverhandlungen zu Beginn der nächsten Legislaturperiode finden.

Gute Beratung und ein schneller Zugang zu medizinischen Innovationen sollen eine künftige onkologische Versorgung prägen. Foto: mauritius images
Gute Beratung und ein schneller Zugang zu medizinischen Innovationen sollen eine künftige onkologische Versorgung prägen. Foto: mauritius images

Um Krebspatienten die Orientierung im Gesundheitswesen zu erleichtern, möchte die Gruppe Unterstützung in Form eines Lotsen etablieren. Diese Funktion könnten Hausärzte oder Mitglieder von Selbsthilfegruppen übernehmen, sagte Karin Maag von der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Sprecherin der Arbeitsgruppe.

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Ferner soll durch translationale Tumorboards ein rascher und sicherer Transfer medizinischer Innovationen in die Regelversorgung erfolgen. Die betreuenden Ärztinnen und Ärzte sollen über die Sektorengrenzen hinweg gemeinsam die Dokumentation der Behandlungsdaten und die Weitergabe an klinische Krebsregister gewährleisten, sagte Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. So könnten die Daten optimal für Forschungszwecke und schließlich für die Patientenversorgung genutzt werden. „Gute Beratungsangebote und der rasche und sichere Zugang zu medizinischen Innovationen für alle betroffenen Patientinnen und Patienten sind essenziell für den Behandlungserfolg“, sagte Sabine Dittmar von der SPD-Bundestagsfraktion und ebenfalls Sprecherin der Arbeitsgruppe.

Ergänzend schlägt die Arbeitsgruppe ein Schulungs- und Informationsangebot vor (Prähabilitation), das den Patienten auf die kommenden Schritte vorbereitet. ER

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