ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2017Krankenhaushygiene: Informationen zur Instrumentendesinfektion

MANAGEMENT

Krankenhaushygiene: Informationen zur Instrumentendesinfektion

Dtsch Arztebl 2017; 114(11): A-545

Kahl, Kristin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) macht darauf aufmerksam, dass Medizinprodukte oftmals nicht ausreichend und sachgerecht gereinigt werden. Insbesondere bei Geräten der Risikostufe „semikritisch A“ ist die Aufbereitung laut DGKH problematisch. Dazu zählen beispielsweise Kontaktgläser, TEE-Sonden, intrakavitäre Ultraschallsonden oder HNO-Optiken

Hersteller von Medizinprodukten müssen Angaben zur Aufbereitung machen. Foto: picture alliance
Hersteller von Medizinprodukten müssen Angaben zur Aufbereitung machen. Foto: picture alliance

Wichtig sei es daher, vor dem Kauf eines Produkts einerseits die Herstellerangaben daraufhin zu prüfen, ob Anleitungsschritte zur Aufbereitung gegeben und Angaben zur Konzentration und Einwirkzeit der Desinfektionsmittel gemacht werden. Andererseits sollten die in der Klinik vorhandenen Aufbereitungsmaßnahmen zu den Anforderungen des Produkts passen. Weiterhin muss die Wirksamkeit der Reinigungsmittel gutachterlich geprüft sein und den deutschen Vorschriften zur Aufbereitung von Medizinprodukten, insbesondere den Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention und des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte entsprechen. Eine Reinigung mit Fertigtüchern zur Flächendesinfektion stellt keine anerkannte Form der Instrumentenaufbereitung dar. Laut Medizinprodukte-Betreiberverordnung dürfen Medizinprodukte ausschließlich nach validierten Verfahren von einer fach- beziehungsweise sachkundigen Person aufbereitet werden. Die Aufbereitungsschritte sind dabei zu dokumentieren. kk

Anzeige

http://d.aerzteblatt.de/XN14

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema