ÄRZTESTELLEN: Kurz notiert

Arbeitsmarktstudie: Soft Skills werden relevanter

Dtsch Arztebl 2017; 114(11): [4]

EB

In der heutigen Arbeitswelt werden sogenannte Soft Skills von Mitarbeitern immer wichtiger. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Wirtschaftshochschule ESCP Europe. Wissenschaftler der Hochschule an den Standorten in Berlin und Turin untersuchten die Relevanz „weicher Fähigkeiten“ im Arbeitsleben. Sie befragten dazu 169 Studierende und 131 Personaler.

Foto: 123RF/Andriy Popov
Foto: 123RF/Andriy Popov

Ergebnisse: 95 Prozent der Studierenden gaben an, Soft Skills seien in ihrem letzten Praktikum wichtig bis sehr wichtig gewesen. Verglichen mit eher technischen Fähigkeiten maßen Studierende dem Thema jedoch eine geringere Bedeutung bei als Personaler. Während 33 Prozent der Studierenden Soft Skills als wichtig oder sehr wichtig einschätzten, waren es unter den Personalern 95 Prozent. „Hier liegt eine große Diskrepanz in der Wahrnehmung sogenannter weicher Faktoren, die sich teilweise auch in den Soft-Skill-Präferenzen der jeweils befragten Gruppen widerspiegelt“, sagte Studienautorin Chiara Succi, Associate Professor für Strategy, Organizational Behavior and Human Resources.

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Die Personaler schrieben der Teamfähigkeit ihrer Bewerber und Mitarbeiter die höchste Bedeutung zu. Bei den Studierenden stand die Kommunikationsfähigkeit auf Platz eins. Weiterer Unterschied: Für die Studierenden waren die Fähigkeiten Konfliktmanagement und Netzwerken bedeutsamer für ihr späteres Berufsleben als für die Personaler. Wichtig waren den Personalern dagegen die Fähigkeiten berufsethisches Verhalten, hohe Anpassungsfähigkeit, Kreativität und Innovation sowie ein kunden- und nutzerorientiertes Handeln.

Insgesamt, folgern die Autoren, seien Soft Skills in den letzten fünf bis zehn Jahren immer bedeutsamer geworden. Aus ihrer Sicht sollten Studierende wie Unternehmen diese Fähigkeiten noch stärker in den Blick nehmen. Dabei stünden nicht nur Universitäten und Hochschulen in der Pflicht, Absolventen auf die Anforderungen des internationalen Arbeitsmarktes vorzubereiten, sondern auch die Unternehmen selbst. EB

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