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LNSLNS Biographie
Unsteter Lebensweg
Harald Neumann: Klaus Mann. Eine Psychobiographie, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, Berlin, Köln, 1995, 185 Seiten, gebunden, 48 DM
Klaus Mann (1906 bis 1949) war der älteste Sohn des berühmten Schriftstellers Thomas Mann. Heute weitgehend vergessen, war es dem Frühreifen gelungen, sich im "Windschatten" seines Vaters in den damaligen literarischen Kreisen ebenfalls einen Namen zu machen. Der Autor des Buches, ein erfahrener Psychiater, zeichnet den unsteten Lebensweg dieser schillernden Persönlichkeit nach: wie er vor den Nazis emigrieren mußte, auch nach dem Krieg noch zwischen Europa und den USA hin- und herpendelnd, seine Homosexualität, seine Nikotin- und Rauschmittelabhängigkeit, schließlich sein tragisches Ende, als er am 21. Mai 1949 in Cannes nach der (unbeabsichtigten?) Einnahme einer Überdosis Schlaftabletten aus dem Leben schied. Der Leser erfährt nicht nur vieles über psychologisch-psychiatrische Hintergründe einschließlich der Psychoanalyse, sondern auch über die weitverzweigte Mann-"Dynastie" und über andere bekannte Zeitgenossen wie zum Beispiel Gustaf Gründgens oder Daniel Paul Schreber. Wirkt hierbei auch manches etwas bunt gemischt, wie in den zahlreichen Anmerkungen, so bleibt doch der rote Faden in bezug auf die Hauptperson Klaus Mann erhalten und der Band für jeden Interessierten lesenswert. Wolfgang Schweizer,
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