ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2017Medizinstudium: Masterplan 2020 vertagt

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Medizinstudium: Masterplan 2020 vertagt

Dtsch Arztebl 2017; 114(12): A-560 / B-484 / C-474

Hillienhof, Arne; Richter-Kuhlmann, Eva

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„RIP Echte Reform“ war auf dem Kranz zu lesen, den Medizinstudierende vor dem Sitz der Kultusministerkonferenz in Berlin niederlegten. Foto: bvmd
„RIP Echte Reform“ war auf dem Kranz zu lesen, den Medizinstudierende vor dem Sitz der Kultusministerkonferenz in Berlin niederlegten. Foto: bvmd

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat dem Masterplan Medizinstudium 2020 bei ihrer Zusammenkunft am 16./17. März in Berlin nicht zugestimmt. Die Finanzierung wesentlicher Teile des Masterplans sei ungewiss, begründete KMK-Präsidentin Susanne Eisenmann (CDU) aus Baden-Württemberg die Entscheidung. Eine vollständige Umsetzung der Reform sei nur möglich, wenn hierfür zusätzliche Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt werden, sagte sie. „Wir erwarten einen angemessenen Finanzierungsbeitrag des Bundes und der für die ärztliche Versorgung zuständigen Träger.“

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) bedauerte „den drohenden Tod einer echten Reform des Medizinstudiums“ und kritisierte den gesamten Prozess des Masterplans als „stark von Intransparenz und Geheimhaltung geprägt“. Grundsätzlich bewerten die Studierenden die Entscheidung der KMK jedoch positiv: „Bund und Länder müssen den Hochschulen die notwendigen zusätzlichen Mittel zur Verfügung stellen, um die 37 Maßnahmen des Masterplans Medizinstudium 2020 umsetzen zu können“, meinen sie.

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Auch der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Marburger Bund Bundesverband können die KMK-Entscheidung angesichts des fehlenden Finanzkonzepts nachvollziehen. Enttäuscht ist hingegen die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM). Die Entscheidung zeuge von mangelndem Mut. hil/ER

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