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Peter Gottfried Kremsner: Therapie für malariakranke Kinder vereinfacht

Dtsch Arztebl 2017; 114(12): A-595 / B-515 / C-501

Spielberg, Petra

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Peter Gottfried Kremsner, Foto: Stephanie Pilick
Peter Gottfried Kremsner, Foto: Stephanie Pilick

Für den Wirksamkeitsnachweis einer vereinfachten Artemisinin-Therapie bei schwer an Malaria erkrankten Kindern haben zwei Tropenmediziner der Universität Tübingen den diesjährigen Memento-Forschungspreis für vernachlässigte Krankheiten erhalten: Dr. med. Dr. rer. nat. Dipl.-Biol. Carsten Köhler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, und Prof. Dr. med. Peter Gottfried Kremsner, Direktor des Instituts für Tropenmedizin der Universität Tübingen.

Ziel der von Kremsner initiierten und geleiteten Studie war es, das Behandlungsschema bei der Malariatherapie zu vereinfachen, um so möglichst viele Kinder mit lebensbedrohlichen Komplikationen behandeln zu können. Die Studie konnte zeigen, dass eine lediglich dreimalige Gabe von Artesunat als im-Injektion innerhalb von nur 48 Stunden dieselbe Effektivität erreicht wie die aufwendigere Standardbehandlung. Die vereinfachte Therapie hat insbesondere für die Regionen eine große Relevanz, in denen kein gut funktionierendes Gesundheitssystem existiert, was das Auftreten vernachlässigter Krankheiten begünstigt.

Der Österreicher Kremsner studierte Humanmedizin in Wien. 1985 kam er nach Deutschland ans Bernhard-Nocht-Institut für Tropenkrankheiten in Hamburg. Es folgten unter anderem Stationen in Brasilien und am Institut für Tropenmedizin in Berlin. 1992 ging Kremsner ans Albert Schweitzer Hospital in Lambaréné, um hier ein Forschungslabor aufzubauen. Seit 2008 leitet der 55-Jährige das Institut für Tropenmedizin in Tübingen. Petra Spielberg

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