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Männerquote

Medizin studieren, SS 2017: 5

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Medizinstudierende wehren sich gegen fragwürdige Vorschläge

Foto: iStockphoto/FingerMedium
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Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) hat sich gegen eine Männerquote bei der Zulassung zum Medizinstudium ausgesprochen. Anlass dafür war ein Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Anfang März, worin der ehemalige Professor der Medizinischen Hochschule Hannover, Prof. Dr. med. Jürgen Freyschmidt, vor einer Feminisierung der Medizin warnte. Er schlug vor, anstelle der Abiturnote einen psychologischen Eignungstest für den Arztberuf einzuführen, eine Quote von 50 Prozent weiblichen und 50 Prozent männlichen Bewerbern festzulegen und die Studienplätze per Losverfahren zu vergeben.

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Foto: iStockphoto/FingerMedium
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„Um Missstände zu erklären oder Lösungen für Probleme der Versorgung zu finden, ist eine Unterteilung der ärztlichen Versorgung nach Geschlechtern nicht geeignet“, meinen indes die Medizinstudierenden. Eine wirkliche „Feminisierung der Medizin“ gebe es nicht und die vorgeschlagenen Alternativen brächten auch keine Vorteile. „Die Abiturnote hat einen nachgewiesenen prognostischen Wert für ein erfolgreiches Staatsexamen“, erklärt die bvmd-Sprecherin Carolin Siech dem Deutschen Ärzteblatt Medizin studieren.
Als alleiniges Kriterium für die Zulassung zum Medizinstudium dürften Wartezeit und die Abiturnote aber nicht herangezogen werden. Generell seien weder die Zulassung zum Medizinstudium noch das Studium selbst geeignete Mittel, um die Versorgungs- und das Verteilungsprobleme zu lösen. Vielmehr müssten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Infrastruktur in den ländlichen Regionen und die Weiterbildungsmöglichkeiten gefördert werden. ER

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