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Auch wenn bisher wenig Interesse für das Zustandekommen des Cannabisverbotes besteht, möchte ich nochmal einen Anlauf nehmen, die Hintergründe für das Zustandekommen der Marihuana TAX Act von 1937 darzulegen, die zum Verbot des Anbaus von Cannabis geführt hat.

Cannabis ist eine der ältesten und vielseitigsten Kulturpflanzen der Welt. Ihre Nutzung reichte von der Herstellung von Papier über Stoffe, Seile, Baumaterialien und eben auch zu medizinischen Zwecken und vieles mehr. Das Verbot des Hanfanbaus (Marihuana TAX Act von 1937) wurde nun nicht aus medizinischen Gründen, sondern aus rein wirtschaftlichen und machtpolitischen Gründen erlassen. Treibende Kraft für die Durchsetzung des Gesetzes war der amerikanische Medienmogul William Randolph Hearst, der viel Geld in den US-amerikanischen Chemieriesen DuPont für die Entwicklung eines neuen Papiers gesteckt hatte. Um die lästige Konkurrenz der Papierherstellung aus Hanf auszuschalten, ließ er seine Beziehungen zur Regierung spielen, die dann das Gesetz erließ.

Warum Europa sich mal wieder dem Schwachsinn der Amerikaner angeschlossen hat, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Man darf es wohl als Ironie des Schicksals bezeichnen, dass ausgerechnet die ersten Levis Jeans wegen ihrer extremen Haltbarkeit ausschließlich aus Hanf produziert wurden. Übrigens waren über Jahre beim Konsum von Cannabis, anders als beim Alkohol und Nikotin, keine Toten zu beklagen.

Dr. med. Udo Fuchs, 22453 Hamburg

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