ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2017Grippe: Schwangere meist unzureichend geschützt

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Grippe: Schwangere meist unzureichend geschützt

Dtsch Arztebl 2017; 114(13): A-608

afp

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Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit 2010 für Schwangere eine jährliche Grippeschutzimpfung. Foto: picture alliance
Die Ständige Impfkommission empfiehlt seit 2010 für Schwangere eine jährliche Grippeschutzimpfung. Foto: picture alliance

In Deutschland sind schwangere Frauen meist nur unzureichend durch eine Impfung vor Grippe geschützt. Im Jahr 2014 waren im Bundesdurchschnitt nur elf Prozent der Schwangeren effektiv gegen Influenza geimpft, 2010 waren es zehn Prozent, wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung kürzlich mitteilte. Das Institut wertete auf Basis bundesweiter ärztlicher Abrechnungsdaten den Impfstatus von jeweils rund 450 000 werdenden Müttern in den Jahren 2010 bis 2014 aus.

Die Impfraten zwischen den einzelnen Bundesländern schwankten danach im Jahr 2014 zwischen 24 Prozent in Sachsen-Anhalt und nur sechs Prozent in Bayern. Noch ausgeprägter sind laut Zentralinstitut die Unterschiede auf Kreisebene. Hier schwanken die Werte zwischen knapp einem Prozent in vier bayerischen Kreisen und 30 bis 38 Prozent in drei Landkreisen in Sachsen-Anhalt. Die Experten führen die Kluft auf unterschiedliche Einstellungen bei Bevölkerung und Ärzten gegenüber der Grippeimpfung „im Allgemeinen und bei Schwangeren im Besonderen“ zurück. Dies müsse weiter untersucht werden. afp

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