ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2017Häusliche Krankenpflege: Grünes Licht für neue Leistung

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Häusliche Krankenpflege: Grünes Licht für neue Leistung

Dtsch Arztebl 2017; 114(14): A-662

Hillienhof, Arne

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Bei Palliativpatienten sollen Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen schneller erkannt werden. Foto: mauritius images
Bei Palliativpatienten sollen Krankheitszeichen und Begleiterscheinungen schneller erkannt werden. Foto: mauritius images

Die Symptomkontrolle bei Palliativpatienten wird eine neue Leistung, die Vertragsärzte künftig im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verordnen können. Darauf hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hingewiesen. Einer Vorgabe aus dem Hospiz- und Palliativgesetz folgend hat der Gemeinsame Bundes­aus­schuss die Regelungen für die häusliche Krankenpflege angepasst. Bei der neuen Leistung geht es darum, dass die Pflegekräfte Krankheitszeichen und mögliche Begleiterscheinungen möglichst schnell erkennen. Dies erfolgt in enger Abstimmung zwischen Pflegekräften und verordnendem Arzt. Eine Symptomkontrolle soll insbesondere bei Schmerzsymptomatik, Übelkeit, Erbrechen, pulmonalen oder kardialen Symptomen und Obstipation sowie bei der Kontrolle und Behandlung von exulzerierenden Wunden durchgeführt werden. Zudem gehört die Krisenintervention dazu, zum Beispiel bei Krampfanfällen, Blutungen oder akuten Angstzuständen. Die KBV weist darauf hin, dass die Leistung in jedem Alter verordnungsfähig ist. Die neue Leistung gelte aber nicht für Patienten, die bereits im Rahmen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) betreut werden. Das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium muss die Neuerungen noch absegnen. hil

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