ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2017Versandhandel: SPD will Boni begrenzen

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Versandhandel: SPD will Boni begrenzen

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-715 / B-611 / C-597

Osterloh, Falk

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Nach dem Scheitern des Versandhandelsverbots für verschreibungspflichtige Arzneimittel will sich die SPD noch vor der Bundestagswahl für eine Begrenzung der Boni einsetzen, die Versandhändler aus dem Ausland gewähren dürfen. Das sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Karl Lauterbach.

Im Oktober 2016 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass sich ausländische Versandapotheken nicht an die in Deutschland geltenden einheitlichen Abgabepreise für verschreibungspflichtige Medikamente halten müssen. Als Reaktion darauf hatte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Hermann Gröhe (CDU) einen Gesetzentwurf vorgelegt, mit dem der Versandhandel von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln verboten werden sollte. Im Koalitionsausschuss wurde dieser Entwurf abgelehnt. Es sei wichtig, dass der deutsche Versandhandel bestehen bleibe, sagte Lauterbach. Dieser stelle viele Spezialprodukte für Hochrisikopatienten zur Verfügung, die eine Präsenzapotheke nicht mit vertretbarem Aufwand herstellen könne. Lauterbach betonte neben einer Boni-Regelung müssten Beratungsleistung und Notdienst der Apotheker besser vergütet werden. In einem Brief an die Mitglieder der SPD-Fraktion kündigte er zudem einen „runden Tisch“ mit Vertretern der Apotheker an, um Lösungen zu erarbeiten. Ein erstes Treffen soll es Ende April geben. fos

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