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Helmut Haid: Koryphäe der Phlebologie wird 100

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-755 / B-639 / C-625

Spielberg, Petra

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Helmut Haid, Foto: privat
Helmut Haid, Foto: privat

Am 1. Mai begeht der Venenspezialist Dr. med. Helmut Haid, seinen 100. Geburtstag. Haid ist Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie und der Deutschen Gesellschaft Venen, deren erster Präsident er bis 1999 war. Als Erfolgsrezept für sein langes Leben nennt Haid einen gesunden Lebensstil, ein harmonisches Familienleben sowie die Tatsache, dass er bis ins hohe Alter mit Freude gearbeitet habe.

Haid wurde 1917 in Stuttgart geboren. Er studierte Medizin in Tübingen und Wien. Seinen Traum, in Chile erste Erfahrungen als Arzt zu sammeln, konnte er nicht verwirklichen, da die chilenischen Behörden sein deutsches Staatsexamen nicht anerkannten. Der Tod eines Verwandten an einer Lungenembolie weckte sein Interesse an der Phlebologie. In einer Stuttgarter Gemeinschaftspraxis erlernte er die Fischer’schen Wickelmethoden und erforschte die Wirkung des Kompressionsverbandes. Seine Studien zum Kompressionsandruck der Verbände und zu Gummistrümpfen führten zur Differenzierung zwischen „Ruhedruck“ und „Arbeitsdruck“.

1971 gründete Haid mit seiner Exfrau Dr. med. Freya Haid-Fischer die Abteilung für Venenerkrankungen in der Privatklinik Feldafing am Starnberger See und eröffnete drei Jahre später in München eine eigene phlebologische Praxis. Haid veröffentlichte eine Reihe von Fachbüchern über Venenerkrankungen und zahlreiche wissenschaftliche Artikel zum Thema „Kompression“ in renommierten medizinischen Fachzeitschriften. Petra Spielberg

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