AKTUELL

E-Zigaretten: Plädoyer für neue Präventionspolitik

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-720 / B-612 / C-598

Gießelmann, Kathrin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
Über die Gefahr von E-Zigaretten wird gestritten. Foto: Pixelot/stock.adobe.com
Über die Gefahr von E-Zigaretten wird gestritten. Foto: Pixelot/stock.adobe.com

Bisher erkennen Welt­gesund­heits­organi­sation und Vertreter der Gesundheitspolitik E-Zigaretten nicht als Ausstiegsmittel aus dem Tabakkonsum an. Das Deutsche Krebsforschungszentrum sowie das Bundesinstitut für Risikobewertung teilen die Auffassung, dass der Umstieg auf Dampf gesundheitlich nicht unbedenklich ist.

„Die Tatsache, dass E-Zigaretten eine gesündere Alternative zur konventionellen Tabakzigarette darstellen und Gesundheitsrisiken minimieren können, bleibt hier unbeachtet“, kritisierte hingegen Sozialwissenschaftler Prof. Dr. rer. pol. Heino Stöver von der Frankfurt University of Applied Sciences. Zudem widerlege eine beim Bundesministerium für Gesundheit publizierte Studie das häufig genannte Gegenargument der Einstiegsdroge jetzt ansatzweise.

Es zeigte sich, dass der Anteil der Jugendlichen, die zuerst elektronische Dampferzeugnisse und danach Tabakprodukte konsumieren, sehr gering war. Zusammen mit dem Gesundheitswissenschaftler und Journalisten Dietmar Jazbinsek fordert er daher eine gesundheitspolitische Neuausrichtung, um den Stellenwert der E-Zigarette in der Rauchentwöhnung zu definieren. Zeitgleich mit der Einführung einer moderaten E-Zigaretten-Steuer solle etwa die Tabaksteuer deutlich erhöht werden. gie

Anzeige

    Leserkommentare

    E-Mail
    Passwort

    Registrieren

    Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

    Fachgebiet

    Zum Artikel

    Alle Leserbriefe zum Thema

    Login

    Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

    E-Mail

    Passwort

    Anzeige