ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2017Hepatitis-A-Ausbruch: Impfempfehlungen nicht ausreichend umgesetzt

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Hepatitis-A-Ausbruch: Impfempfehlungen nicht ausreichend umgesetzt

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-714 / B-610 / C-596

Hillienhof, Arne

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In Berlin wurden zuletzt zahlreiche Hepatitis-A-Neuinfektionen gemeldet. Foto: jarun011/stock.adobe.com
In Berlin wurden zuletzt zahlreiche Hepatitis-A-Neuinfektionen gemeldet. Foto: jarun011/stock.adobe.com

Das Robert-Koch-Institut (RKI) bittet Ärzte bei männlichen Patienten, die Sex mit Männern haben, den Impf- beziehungsweise Immunstatus zu überprüfen und gegebenenfalls gegen Hepatitis A zu impfen. Hintergrund sind Zahlen aus Berlin. Dort ereignet sich ein Hepatitis-A-Ausbruch, der vorwiegend Männer, die Sex mit Männern (MSM) haben, betrifft. Das melden neben RKI auch Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) und die Berliner Gesundheitsämter. Demnach sind zwischen Mitte November 2016 und Anfang April für Berlin mehr als 90 Hepatitis-A-Erkrankungen an das RKI übermittelt worden. Zu 88 Prozent sind Männer im Alter zwischen 20 und 60 Jahren betroffen, darunter überwiegend MSM. RKI, Gesundheitsämter und LAGeSo untersuchen in Kooperation mit Ärzten des Arbeitskreises AIDS der niedergelassenen Ärzte Berlin den Ausbruch, um gezielt Maßnahmen abzuleiten. Die bisherigen Ergebnisse deuteten darauf hin, dass in Deutschland bei MSM die empfohlene Hepatitis-A-Impfung nicht ausreichend umgesetzt werde und weiterhin beachtliche Impflücken bestünden, heißt es. Gegenwärtig wird weltweit über Hepatitis-A-Ausbrüche unter MSM berichtet. hil

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