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Öffentlicher Gesundheitsdienst: KV Thüringen warnt vor Versorgungsdefiziten

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-718

Hillienhof, Arne

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Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Thüringen hat Land und Kommunen aufgefordert, den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zu stärken. Die KV warnte, vielerorts seien Gesundheitsämter nur noch eine „formale Hülle mit wenigen Verwaltungsmitarbeitern“. Land und Kommunen suchten mittlerweile für einzelne Aufgaben des ÖGD sogar nach Vertretungsärzten. „Wenn wir auf Dauer die ärztlichen Aufgaben des Öffentlichen Gesundheitsdienstes miterledigen müssen, geht das am Ende zulasten unserer eigentlichen Aufgabe, der Versorgung der gesetzlich versicherten Patienten in Thüringen“, warnte die erste Vorsitzende der KV Thüringen, Dr. med. Annette Rommel. Sie appellierte an Land und Kommunen, den ÖGD „personell, finanziell und materiell so auszustatten, dass er seine Aufgaben wieder selbst erledigen kann.“

Erst Anfang des Jahres hatte die Landesregierung in Thüringen angekündigt, den Kommunen bei der Besetzung offener Amtsarztstellen und der Qualifizierung von Ärzten zu helfen. Die Bezahlung von Amtsärzten sei aber letztlich eine Sache von Tarifverhandlungen. Bereits 2014 auf dem Deutschen Ärztetag war vor einem Ausbluten des ÖGD gewarnt worden. hil

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