ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2017Gynäkologie: Aktion „Roter Stöckelschuh“

MANAGEMENT

Gynäkologie: Aktion „Roter Stöckelschuh“

Kahl, Kristin

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: ragazza e.V.
Foto: ragazza e.V.

Frauenärztinnen und Frauenärzte können ab sofort mit einem Aufkleber im Eingangsbereich ihrer Praxis signalisieren, dass sie Sexarbeiterinnen zu allen gynäkologischen Themen beraten und betreuen. Die Sticker in Form eines roten Stöckelschuhs sind Teil einer Kampagne von Medizinerinnen und Sexarbeiterinnen, mit der für einen respektvollen Umgang mit Sexarbeit in der ärztlichen Praxis geworben werden soll. Neben dieser Aktion soll es künftig auch Fortbildungsangebote für Gynäkologinnen und Gynäkologen geben, sodass diese neben der Krebs-Früherkennung und Beratung im Bereich Prävention, Diagnostik und Therapie auch bei speziellen Fragen des Berufsalltages helfen können. Anlass für die Aktion hatte eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) gegeben, die Sexarbeit als nach wie vor tabuisiertes Thema auch im Praxisalltag offenbarte. „Schon der Begriff ‚Prostitution‘ weckt viele Emotionen. Aber wir wissen zu wenig darüber. Wir brauchen mehr Sachlichkeit in der Diskussion“, so Dr. med. Claudia Schumann, Frauenärztin und Vizepräsidentin der DGPFG.

Die Sticker sind über den Hamburger Verein ragazza erhältlich. kk

Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
Deutsches Ärzteblatt plus
zum Thema

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote