ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2017Gynäkologie: Aktion „Roter Stöckelschuh“

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Gynäkologie: Aktion „Roter Stöckelschuh“

Dtsch Arztebl 2017; 114(15): A-759 / B-643 / C-629

Kahl, Kristin

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Foto: ragazza e.V.
Foto: ragazza e.V.

Frauenärztinnen und Frauenärzte können ab sofort mit einem Aufkleber im Eingangsbereich ihrer Praxis signalisieren, dass sie Sexarbeiterinnen zu allen gynäkologischen Themen beraten und betreuen. Die Sticker in Form eines roten Stöckelschuhs sind Teil einer Kampagne von Medizinerinnen und Sexarbeiterinnen, mit der für einen respektvollen Umgang mit Sexarbeit in der ärztlichen Praxis geworben werden soll. Neben dieser Aktion soll es künftig auch Fortbildungsangebote für Gynäkologinnen und Gynäkologen geben, sodass diese neben der Krebs-Früherkennung und Beratung im Bereich Prävention, Diagnostik und Therapie auch bei speziellen Fragen des Berufsalltages helfen können. Anlass für die Aktion hatte eine Podiumsdiskussion im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe (DGPFG) gegeben, die Sexarbeit als nach wie vor tabuisiertes Thema auch im Praxisalltag offenbarte. „Schon der Begriff ‚Prostitution‘ weckt viele Emotionen. Aber wir wissen zu wenig darüber. Wir brauchen mehr Sachlichkeit in der Diskussion“, so Dr. med. Claudia Schumann, Frauenärztin und Vizepräsidentin der DGPFG.

Die Sticker sind über den Hamburger Verein ragazza erhältlich. kk

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