ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2017Krankenhäuser: Wenige Schadensfälle bei Behandlungen

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Krankenhäuser: Wenige Schadensfälle bei Behandlungen

Beerheide, Rebecca

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Mithilfe von Zahlen des Versicherungsmaklers Ecclesia hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) Darstellungen zurückgewiesen, in Krankenhäusern in Deutschland würden Tausende Patienten sterben. Aus den Daten, die die Ecclesia-Gruppe zwischen 1996 und 2014 erhoben hat, geht hervor, dass es in dem Zeitraum einen deutlichen Anstieg der stationären Behandlungsfälle gab, die Schadensfälle sich aber nicht proportional dazu entwickelt haben. Bei den rund 330 Millionen Behandlungen im Zeitraum von 19 Jahren wurden demnach rund 340 000 Ansprüche registriert, die in 116 000 Fällen zu Entschädigungen führten. Dies sei eine Quote von 0,36 Promille, erklärten DKG und Ecclesia. Hierbei fallen vor allem die Fachbereiche Chirurgie, Orthopädie sowie Geburtshilfe auf. Auch die Zahl der Schadensmeldungen mit Todesfällen liege im niedrigen Promillebereich. „Diese Zahlen zeigen, dass die Misstrauenskultur sowie alle Hochrechnungen, Schätzungen und Behauptungen, die es über Fehler und Todesfälle im Krankenhaus gibt, mit Fakten richtiggestellt werden können“, sagte DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Eine hundertprozentige Fehlervermeidung sei zwar nicht zu versprechen, aber in den Krankenhäusern arbeiteten alle mit „höchster Priorität an der Patientensicherheit.“ Baum forderte die Bundesländer erneut dazu auf, ihren nötigen Investitionen in die Kliniken nachzukommen. „Das sind auch Investitionen in die Qualität und auch in die Patientensicherheit“, betonte Baum. bee

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