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RA-Therapie mit Biologikum Baricitinib: Mit Olumiant® (Baricitinib, Firma Lilly) steht der erste JAK-Inhibitor zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis (RA) zur Verfügung. Baricitinib ist angezeigt zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer aktiver RA bei erwachsenen Patienten, die auf eine vorangegangene Behandlung mit einem oder mehreren krankheitsmodifizierenden Anti-rheumatika (DMARDs) unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben. Baricitinib kann als Monotherapie oder in Kombination mit Methotrexat eingesetzt werden. Die empfohlene Dosis beträgt

4 mg und wird einmal täglich oral unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Die Tabletten können bei Zimmertemperatur aufbewahrt werden.

Als niedermolekulares Arzneimittel wirkt Baricitinib in der Zelle mit ATP konkurrierend gezielt hemmend auf die Aktivität von JAK1 und JAK2. Dadurch blockiert das Biologikum als Multi-Zytokinhemmer reversibel die Signalweiterleitung mehrerer Zytokine, die in der Pathophysiologie der rheumato-iden Arthritis eine wichtige Rolle spielen.

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Cannabis-Fertigarzneimittel: Um die Arznei­mittel­therapie­sicherheit zu gewährleisten, spricht sich die Deutsche Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS) für den bevorzugten Einsatz von Cannabinoid-basierten Fertigarzneimitteln mit einem standardisierten Wirkstoffgehalt und definierten Dosierungen aus. Neben dem Nabiximols-haltigen Mundspray Sativex® (Almirall) sind die Nabilon-haltigen Canemes®-Kapseln (AOP Orphan) auf dem Markt. Sativex ist zugelassen zur Behandlung schmerzhafter Spastiken bei Patienten mit Multipler Sklerose, Canemes darf Krebspatienten gegen Übelkeit und Erbrechen infolge einer Chemotherapie gegeben werden. Außerhalb der zugelassenen Indikationen stellt die Anwendung einen Off-Label-Einsatz dar – den die Krankenkassen genehmigen müssen.

Topische Psoriasis-Therapie mit Sprühschaum: Grund für die unzureichende Adhärenz bei topischer Langzeittherapie ist der erhebliche Zeitaufwand für die Applikation herkömmlicher Salben und Cremes und deren oft als unangenehm empfundene fettige oder klebrige Beschaffenheit. Abhilfe kann hier der Sprühschaum Enstilar® (Leo Pharma) schaffen, eine Fixkombination aus Betamethason Dipropionat und Calcipotriol. Durch eine gezielte galenische Weiterentwicklung ist es gelungen, die beiden Wirksubstanzen im Enstilar®-Sprühschaum vollständig zu lösen. Nach dem Aufsprühen auf die Haut liegen die Wirkstoffe als stabile, übersättigte Lösung vor (Supersaturation). Dies führt zu einer höheren Hautpenetration als bei der Calcipotriol/Betamethason-Salbe, wie eine präklinische Untersuchung am Hautmodell zeigte. EB

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